Stand: 15.02.2016 20:00 Uhr

Salzgitter-Mitarbeiter demonstrieren in Brüssel

Rund 150 Beschäftigte des Stahlherstellers Salzgitter AG haben sich am Montag an einem europaweiten Protestmarsch in Brüssel beteiligt. Die Kundgebung richtete sich gegen Billigimporte vor allem aus China. Um drei Uhr morgens waren drei Busse mit Stahlkochern, Vertrauensleuten und Betriebsräten vom Werkstor der Salzgitter AG Richtung Belgien gestartet. Insgesamt wurden zu dem Protestmarsch in der belgischen Hauptstadt mehr als 5.000 Demonstranten erwartet.

Dumping-Preise gefährden Arbeitsplätze

Die Dumping-Preise ausländischer Stahlfirmen machen der europäischen Industrie seit Längerem schwer zu schaffen. Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann hat deshalb bereits vor Arbeitsplatz-Verlusten gewarnt. Zusammen mit den Plänen der Europäischen Union, die CO2-Regelungen zu verschärfen, sei das nicht mehr tragbar. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) fordert unter anderem Importzölle in der EU, um zum Beispiel chinesischen Stahl teurer zu machen. In Niedersachsen arbeiten rund 10.000 Menschen in der Stahlindustrie.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.02.2016 | 06:00 Uhr