Stand: 10.03.2017 15:19 Uhr

Salzgitter AG: 2.000 Arbeiter im Warnstreik

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie sind am Freitag Mitarbeiter der Salzgitter AG in einen Warnstreik getreten. Etwa 2.000 der 6.500 Beschäftigten folgten der Industriegewerkschaft (IG) Metall zufolge dem Aufruf. "Wir machen unmissverständlich klar, dass wir mit dem Angebot der Arbeitgeber nicht zufrieden sind", sagte Matthias Wilhelm vom Ortsverband Salzgitter-Peine. Die Gewerkschaft fordert für 72.000 Branchenbeschäftigte 4,5 Prozent Geld für die kommenden zwölf Monate, sichere Altersteilzeit und faire Werkverträge.

Nächste Verhandlungsrunde am 16. März

"Wir wollen erreichen, dass ältere Kollegen in sichere Altersteilzeit gehen können und es für die jungen Mitarbeiter wieder eine langfristige Beschäftigungsperspektive gibt", sagte Metaller Wilhelm. Das Angebot der Arbeitgeber habe zuletzt bei einem Lohnplus von 1,3 Prozent für 15 Monate gelegen. Die nächste Tarifrunde findet am 16. März in Düsseldorf statt. Sollte es dann kein besseres Angebot geben, schrecke die Gewerkschaft nicht vor weiteren Arbeitskampfmaßnahmen zurück. Es gebe aber gute Chancen, dass die Proteste Wirkung zeigten.

Weitere Informationen

Stahlarbeiter demonstrieren gegen Billig-Importe

Rund 2.000 Mitarbeiter der Salzgitter AG haben am Mittwoch am Europäischen Stahl-Aktionstag in Brüssel teilgenommen. Vor der Abreise protestierten sie in Salzgitter gegen Billig-Importe. (09.11.2016) mehr

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Hallo Niedersachsen | 10.03.2017 | 19:30 Uhr

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