Stand: 27.02.2016 08:59 Uhr

Hitzeopfer und alte Bekannte im Artenschutzzentrum

Im Artenschutzzentrum in Leiferde im Landkreis Gifhorn sind im vergangenen Jahr mehr Pflegetiere aufgenommen worden als 2014. Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) vom Freitag wurden knapp 2.170 Wildtiere in das Zentrum gebracht. Im Jahr zuvor waren es rund 280 weniger. Die meisten von ihnen waren verwaiste Jungtiere. Gepflegt wurden vor allem heimische Wildvögel wie Greifvögel, Eulen und Weißstörche. Exotischster Gast war ein afrikanisches Erdmännchen, das im Mai seinem Besitzer entlaufen war. Außergewöhnlich hoch sei die Zahl der versorgten Mauersegler mit 174 Tieren, teilte der Nabu mit.

50 Schildkröten bereits ausgewildert

Ursache für die hohe Zahl seien wahrscheinlich die heißen Temperaturen Ende Juni. Schwalben und Segler seien deshalb gefährdet, weil diese Arten unter Dächern brüten würden, wo es besonders heiß werden kann, erklärte Mitarbeiter Joachim Neumann. Im äußersten Fall stürzten sich die Jungvögel aus dem Nest, um dem Hitzetod zu entgehen. Zusätzlich zu den Pflegetieren versorgte das Artenschutzzentrum auch etwa 270 Europäische Sumpfschildkröten. Diese Art wird derzeit wieder in Niedersachsen angesiedelt. Fünfzig Exemplare dieser kleinen Schildkröten-Art wurden bereits ausgewildert. Das Nabu-Zentrum in Leiferde wurde 1980 gegründet. Es nimmt hauptsächlich einheimische Tiere auf. Sie werden aufgepäppelt und so schnell wie möglich wieder in die Freiheit entlassen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 26.02.2016 | 14:30 Uhr