Stand: 14.03.2016 11:48 Uhr

Göttinger Forscher fiebern mit Marsmission

Gibt es Leben auf dem Mars? Eine neue russisch-europäische Mission ist heute um Punkt 10 Uhr 31 Minuten gestartet, um das herauszufinden. Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hob eine Trägerrakete zum Mars ab, im Gepäck ein Forschungssatellit und ein Testlandemodul. Am 19. Oktober soll die Rakete ankommen. In einer zweiten Phase des Projekts "ExoMars" soll in zwei Jahren ein Rover auf dem Roten Planeten landen - und dann wird auch Technik aus Göttingen mit an Bord sein: ein Analysegerät, das unter der Leitung von Forschern des Max-Planck-Instituts (MPI) entwickelt wurde.

"ExoMars" sucht Leben auf dem Roten Planeten

Göttinger Analysegerät soll Bodenproben nehmen

Links
Link

Und ewig lockt der rote Planet

"ExoMars" läuft planmäßig: In Baikonur startete eine Rakete mit Satellit und Landeeinheit. In 217 Tagen soll der Satellit am Rande der Mars-Atmosphäre sein. tagesschau.de berichtet. extern

Die Sonde besteht aus dem "Trace Gas Orbiter" zur Untersuchung der Marsatmosphäre und dem Landemodul "Schiaparelli". Ist diese Mission erfolgreich, ist der Weg für die nächste im Jahr 2018 geebnet. Dann sollen einen Rover und eine Landeplattform auf dem Mars aufsetzen. Beide sollen wissenschaftliche Instrumente transportieren. Das Analysegerät des MPI, der "Mars Organic Molecule Analyser" (MOMA), wird dem Institut zufolge am Rover angebracht. Der werde mit einem Bohrer ausgestattet sein, der erstmals Proben aus einer Tiefe von bis zu zwei Metern aus dem Marsboden entnehmen und anschließend mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten analysieren kann.

Weitere Informationen

Landung auf dem Mars: Generalprobe ist geglückt

Göttinger Forscher haben die Landekapsel "Schiaparelli" erfolgreich im Windkanal getestet. Im Rahmen der Mission "ExoMars" soll sie bei der Suche nach außerirdischem Leben helfen. (21.12.2015) mehr

Unser Nachbar Mars war ein rot-blauer Planet

Vor 4,5 Milliarden Jahren bestand die Oberfläche des Nachbarplaneten Mars zu 20 Prozent aus Wasser. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut in Göttingen nun herausgefunden. (06.03.2015) mehr