Stand: 19.10.2013 20:00 Uhr

"Göttinger Elch" für Michael Sowa

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Zu den ersten Gratulanten gehörte der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Wolfgang Meyer (SPD,l).

Der Illustrator und Schriftsteller Michael Sowa ist mit dem Satirepreis "Göttinger Elch 2013" ausgezeichnet worden. "Michael Sowa ist ein Magier der Bilder wie auch der Wirklichkeiten", begründete die Jury im Deutschen Theater in Göttingen die Entscheidung. Mit dem Preis werde das Lebenswerk des 68-Jährigen gewürdigt. Die Auszeichnung ist mit 3.333 Euro, einer massiven silbernen Elch-Brosche und 99 Dosen "Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen" dotiert.

Keine Angst vor Satire

Die Frankfurter Schriftstellerin Eva Demski würdigte Sowa als Künstler, "der vor der Satire nicht nur keine Angst hat, sondern sich ihr mit großem artistischem Können fröhlich in die Arme wirft". Er spiele gern und probiere aus. "Michael Sowa malt so gut, dass er es sich leisten kann, seine Bilder mit schrägen Pointen aus der makellosen Altmeisterlichkeit in die Komik zu kippen", so Demski.

International bekannt und in Japan ein "Superstar"

Der 1945 in Berlin geborene Sowa studierte Kunstpädagogik und arbeitete früh als freischaffender Künstler. Mit seinen Gemälden und Illustrationen, etwa für Irene Dische, Hans Magnus Enzensberger, Elke Heidenreich, Roger Willemsen und Axel Hacke habe er internationale Bekanntheit erreicht. Seine Bildbände seien Bestseller. In Japan gelte er nach großen Ausstellungen als "Superstar" und als einer der bekanntesten europäischen Künstler. Sowas Postkarten und Plakate wurden millionenfach verkauft.

In einer Reihe mit Polt, Rowohlt und Otto

Michael Sowa ist der 16. "Elch"-Preisträger. Zu seinen Vorgängern zählen neben anderen der Kabarettist Gerhard Polt (2000), der Kolumnist und Übersetzer Harry Rowohlt (2001), der Zeichner und Dichter F. W. Bernstein (2003) und der Komiker Otto Waalkes (2005). Im vergangenen Jahr ging der "Göttinger Elch" an die "Emma"-Karikaturistin und Autorin Franziska Becker.