Stand: 11.09.2017 08:00 Uhr

Göttingen: Neubau für Herzforschung eröffnet

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Das neue Forschungsgebäude hat mehr als elf Millionen Euro gekostet.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen immer häufiger zum Tod. 40 Prozent aller Sterbefälle in Deutschland können inzwischen auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zurückgeführt werden. Deshalb gewinnt die Erforschung dieser Krankheiten zunehmend an Bedeutung. An der Universitätsmedizin Göttingen ist dafür ein neues Forschungsgebäude errichtet worden. Am Montag wurde es offiziell eröffnet.

Hochmoderne Ausrüstung

Bereits seit dem Frühjahr arbeiten Wissenschaftler des Herzforschungszentrums Göttingen und des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung gemeinsam in dem neuen Gebäude. Für die Forscher sind 44 Labore mit hochmoderner Ausstattung eingerichtet worden: Höchstauflösende Mikroskope können auch kleinste Details am schlagenden Herzen sichtbar machen. Ziel der Forschung sei es, neue Diagnoseverfahren und Therapien zu entwickeln, vor allem für unterschiedliche Formen der Herzschwäche, sagt Kliniksprecher Stefan Weller. Die Universitätsmedizin (UMG), drei Max-Planck-Institute und das Deutsche Primatenzentrum führen ihre Forschungsaktivitäten zusammen.

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Patienten sollen möglichst schnell profitieren

Die Forschungsergebnisse sollen möglichst rasch in der Praxis angewendet werden, damit Herzpatienten in der benachbarten Universitätsmedizin davon profitieren können. Göttingen ist der einzige niedersächsische und einer von bundesweit sieben Standorten, an denen gezielt Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht werden. Das neue Gebäude hat rund 11,3 Millionen Euro gekostet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.09.2017 | 08:00 Uhr