Stand: 03.03.2016 10:59 Uhr

Fünf Harzer Recycling-Betriebe vor dem Aus?

Bild vergrößern
Fünf Harzer Recycling-Betriebe sind durch die finanziellen Probleme des Mutterkonzerns bedroht. (Archivbild)

Der Harz gilt als eine der Recycling-Hochburgen in Europa - erst im Februar überbrachte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) für den Aufbau eines Sekundärrohstoffzentrums 4,2 Millionen Euro. Doch nun stehen fünf Recyclingbetriebe im Harz vor einer ungewissen Zukunft. Weil der französische Mutterkonzern Recylex finanzielle Probleme hat, sind auch die Tochterunternehmen in Goslar und Langelsheim (Landkreis Goslar) in großen Schwierigkeiten. Für die fünf Recyclingbetriebe arbeiten insgesamt 280 Menschen.

Kommt ein Angebot eines Investors?

Umsatzeinbußen und Preisverfall haben die Liquiditätslage bei Recylex verschärft. Zu dem französischen Konzern gehören Harz-Metall, Norzinco und C2P in Goslar, sowie PPM und Reinstmetalle in Langelsheim. In den Betrieben werden Blei, Kunststoffe und Zink für die Industrie wiederverwertet. Die Zeit drängt, denn ein Kredit über drei Millionen Euro läuft aus und eine neue Industrieanlage muss finanziert werden. Bis zum 31. März muss ein Angebot eines Investors vorliegen, sonst könnte es das Aus für die fünf Harzer Betriebe bedeuten.

Verhandlungen laufen

Verhandlungen mit möglichen Investoren laufen zurzeit, wie der Geschäftsführer der deutschen Recylex-Betriebe, Andreas Sieverdingbeck, gegenüber NDR 1 Niedersachsen bestätigte. Zum aktuellen Stand wollte sich der Geschäftsführer nicht äußern. Die Belegschaft im Harz sei aber gefasst und optimistisch, so Sieverdingbeck. Die Kommunikation mit der Konzernzentrale in Paris laufe sehr gut, man werde laufend informiert. Jetzt liege es an den Verhandlungspartnern, bis Ende des Monats zu einem positiven Ergebnis zu kommen und die fünf Betriebe im Harz zu retten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.03.2016 | 11:00 Uhr