Stand: 04.02.2016 12:41 Uhr

Rekord-Deal: Chinesen kaufen für 1,4 Milliarden EEW

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Die EEW-Müllverbrennungsanlage in Hannover wandelt Abfall zu Strom.

Der niedersächsische Abfallkonzern EEW aus Helmstedt bekommt voraussichtlich einen neuen Besitzer - und der Kauf dürfte die bisher größte chinesische Investition in Deutschland werden. Das teilte der EEW-Mutterkonzern, der schwedische Investor EQT, am Donnerstag mit. Die Holding Beijing Enterprises will das Unternehmen, das Müll verbrennt, damit Energie gewinnt und daher auch "Energy from waste" heißt, für etwa 1,4 Milliarden Euro kaufen. Der Kauf steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Wettbewerbshüter, die dem Deal zustimmen müssen.

Selbst der Abfall des Abfalls wird verwendet

EEW hat nach eigenen Angaben 1.050 Mitarbeiter. 18 Verbrennungs-Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet etwa 700.000 Haushalte. Selbst der Abfall des verbrannten Abfalls - größtenteils Schlacke - wird später weiter verwendet, vor allem im Straßenbau.

Deutsche Firmen bei Chinesen beliebt

Chinesische Unternehmen sind seit einigen Jahren in Deutschland auf Einkaufstour - jüngstes Beispiel ist die angekündigte Übernahme des Spezialmaschinenbauers KraussMaffei durch Chinas größten Chemiekonzern ChemChina vor wenigen Wochen für 925 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 04.02.2016 | 10:30 Uhr