Stand: 08.02.2016 08:59 Uhr

Braunschweig freut sich über gelungenen Schoduvel

Es war ein bunter und fröhlicher Karnevalsumzug ohne Zwischenfälle: Teilnehmer und Besucher haben das Motto "Jetzt erst Recht" beim Schoduvel am Sonntag in die Tat umgesetzt. Die Veranstalter zeigten sich anschließend erleichtert und zufrieden, dass nach der Enttäuschung des vergangenen Jahres alles so gut über die Bühne ging. Braunschweig habe bewiesen, wie weltoffen es ist und dass es sich nicht verängstigen lässt. Rund 5.000 Jecken nahmen an dem Umzug mit 120 bunt geschmückten und aufwendig gestalteten Wagen durch die Innenstadt teil, mehrere Zehntausend Zuschauer standen in fantasievollen Kostümen an der Strecke und feierten. Nachdem der Schoduvel-Umzug vergangenes Jahr wegen einer Terrorwarnung kurzfristig abgesagt wurde, gab es diesmal viel Polizeipräsenz und ein spezielles Sicherheitskonzept der Behörden.

Brunswiek Helau! Die Jecken genießen ihren Karneval

Terrorangst ist Thema auf Motivwagen

Die Absage 2015 war trotzdem Thema - etwa beim Motivwagen"Terror trifft uns alle". Darauf war ein riesiges Styropor-Gespenst mit Zündschnur, Hammer und Sägeblatt zu sehen, das drohend vor mehreren Menschen steht. Mit diesem Wagen wollten die Jecken deutlich machen: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

Bildergalerien

Ihr Bild vom Schoduvel-Umzug 2016

Waren Sie beim Schoduvel in Braunschweig dabei? Hier finden Sie die Bilder, die unser Fotograf beim großen Karnevals-Umzug 2016 in der Löwenstadt gemacht hat. mehr

Religionsvertreter auf dem Wagen des Zugmarschalls

Der Umzug sollte ein Zeichen für Toleranz setzen und "zeigen, dass der Karneval auch Religionen verbinden kann", so Zugmarschall Gerhard Baller. Auf einem Wagen war deshalb das türkische Wort für Frieden zu lesen, Baris lautet es. Auf diesem Wagen wollten Angehörige von Glaubensrichtungen mitfahren, die sich in anderen Teilen der Welt bekämpfen, nämlich Sunniten, Schiiten, Aleviten und Jesiden. Auch auf dem Umzugswagen des Zugmarschalls sollten Vertreter verschiedener Religionen mitfahren. Der evangelische Landesbischof Christoph Meyns war ebenso dabei wie der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim, der Vorsitzende des Braunschweiger Rats der Muslime, Hayri Aydin, und für die jüdischen Gemeindenin Niedersachsen die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands, Marina Jalowaja. Um ein friedliches Miteinander ging es auch auf dem Motivwagen der "Fünf Freunde". Die Idee stammte von fünf jungen Männern, die gemeinsam Abitur gemacht haben und aus Deutschland, Vietnam, Polen, der Türkei und von der Elfenbeinküste stammen.

Ein Umzugswagen beim Karneval in Braunschweig.

Der Karneval in Braunschweig in voller Länge

"Jetzt erst recht!" lautete in diesem Jahr das Karnevalsmotto in Braunschweig, der Hochburg norddeutscher Narretei. Hier sehen Sie den Schoduvel-Umzug noch einmal in voller Länge.

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Der Schoduvel in Livestream und Live-Blog

Wer beim Schoduvel nicht vor Ort sein konnte, hatte trotzdem die Möglichkeit, sich das Spektakel anzuschauen: Im NDR Fernsehen oder bei NDR.de im Livestream. Kommentare, Fragen und Anregungen konnten die User von NDR.de im Live-Blog loswerden:

 

Weitere Informationen

Schoduvel: Weniger Publikum, mehr Polizei

Die Absage des Schoduvel im vergangenen Jahr hat Auswirkungen auf den diesjährigen Umzug. Manche Narren sind zu Hause geblieben, dafür gibt es mehr Überwachung und mehr Polizei. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 07.02.2016 | 19:30 Uhr