Brandanschlag aus Rache? Wachmann äußert sich
Nach einem Feuer in einer Unterkunft für Asylbewerber in Braunschweig hat ein 21-jähriger dringend tatverdächtiger Wachmann angegeben, aus Rache gehandelt zu haben. Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig gebe es nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kein ausländerfeindliches Motiv. Der Beschuldigte habe ausgesagt, dass ein Bewohner des Flüchtlingsheims sich über ihn bei seinem Arbeitsgeber beschwert habe, sagte ein Behördensprecher. Er selbst habe deshalb eine Abmahnung erhalten. Aus Rache habe er dann dessen Zimmer in Brand setzen wollen.
Mann droht Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren
Bereits am Sonntag war der Mann einer Ermittlungsrichterin vorgeführt worden. Sie hatte einen Haftbefehl erlassen, der später gegen Auflagen ausgesetzt wurde. Zur Begründung nannte die Staatsanwaltschaft, dass der Mann über einen festen Wohnsitz verfügt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig rechnet mit einer zeitnahen Anklageerhebung, sollten sich die Angaben des Beschuldigten bestätigen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.
Bewohner verletzt sich leicht
Der 21-Jährige soll ein mit Brandbeschleuniger getränktes Tuch angezündet und durch ein Fenster in die Unterkunft geworfen zu haben. Ein Bewohner, ein 34-jähriger Mann, hatte sich beim Löschen leicht verletzt. Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle.