Stand: 23.10.2017 16:01 Uhr

Autonomes Fahren: Erste Masten an der A 39

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Insgesamt drei mobile Masten zur Erfassung von Verkehrsdaten sind an der A 39 aufgestellt worden.

Autofahrer auf der A 39 zwischen Braunschweig und Wolfsburg könnten in den kommenden Tagen mehrere sechs Meter hohe Masten mit verspiegelten Kästen ins Auge fallen. Die Anlagen gehören zu einem Testfeld, auf dem das autonome und vernetzte Fahren von Autos weiterentwickelt werden soll. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat am Montag den Startschuss für die neue Technik gegeben.

Exakte Analyse des Verkehrsflusses

Aufgabe der drei mobilen Masten mit integriertem Kamerasystem ist es, das aktuelle Verkehrsgeschehen zu erfassen und die Daten für die Auswertung weiterzuleiten. Auf diese Weise soll der Verkehrsfluss aus der Vogelperspektive analysiert werden. Das sei wichtig, um zum Beispiel den sicheren automatischen Spurwechsel von Fahrzeugen in unterschiedlichen Verkehrssituationen zu testen oder Stauwarner weiterzuentwickeln, sagte ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das das Testfeld betreibt.

Lies lobt Testfeld

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Die Masten auf der A 39 sind zunächst bis zum Ende der Woche zwischen der Ausfahrt Cremlingen und dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter an wechselnden Orten im Einsatz. Die ersten Messungen dienen vor allem der Überprüfung der Technik. Außerdem wollen die Wissenschaftler herausfinden, wo und wie viele feste Messstationen im kommenden Frühjahr installiert werden müssen. "Mit dem Testfeld hat Niedersachsen einen Ort, an dem technisches Know-how und zukunftsweisende Ideen aus Wissenschaft und Wirtschaft aufeinandertreffen", sagte Lies. "Hier kann Mobilität der Zukunft entwickelt und im Realbetrieb getestet werden."

Testfeld soll Ende 2018 fertiggestellt werden

Die Strecke des Testfeldes Niedersachsen wird nach dem vollständigen Ausbau rund 280 Kilometer lang sein. Sie erstreckt sich über die A 2, A 7 und die A 39 sowie mehrere Bundes- und Landstraßen im Raum Hannover, Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter. Das Testfeld soll ab Ende 2018 als offene Plattform für Industrie und Wissenschaft nutzbar sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.10.2017 | 12:00 Uhr

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