Stand: 24.05.2017 12:30 Uhr

Auch im Internet keine Spur zur Babyleiche

Anfang April hat die Polizei nach dem Fund einer Babyleiche im Wittinger Stadtteil Knesebeck (Landkreis Gifhorn) eine Online-Plattform eingerichtet. Mögliche Zeugen sollten so die Möglichkeit bekommen, anonyme Hinweise abgeben zu können. Nach sieben Wochen hat die Maßnahme noch nicht den erhofften Erfolg gebracht. "Es gab bisher weniger als zehn Hinweise, die alle nicht zielführend waren", sagte ein Sprecher der Polizei Gifhorn auf Nachfrage von NDR.de. Das Portal soll aber trotz der verhaltenen Resonanz weiter freigeschaltet bleiben. "Wir hoffen weiterhin, dass irgendwann die richtige Spur dabei ist", so der Sprecher. Ziel der Online-Plattform sei es, die Hemmschwelle für diejenigen zu senken, die persönliche Nachteile durch eine Zeugenaussage fürchten. Üblicherweise setzt die Polizei ein solches Portal nach eigenen Angaben in erster Linie bei Korruptionsverdacht ein.

Todesursache noch immer unklar

Das tote Baby war am 4. März entdeckt worden. Freiwillige Müllsammler fanden die Leiche des kleinen Jungen eigewickelt in einer Plastiktüte. Die Todesursache ist noch immer unklar. Eine Obduktion brachte keine Erkenntnisse, da der Leichnam zu stark verwest war. Zu den Ergebnissen einer Gewebeanalyse konnten weder die Polizei noch die zuständige Staatsanwaltschaft Hildesheim etwas sagen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 04.04.2017 | 14:30 Uhr

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