Stand: 23.05.2017 11:28 Uhr

Asse ist wegen defekten Förderseils gesperrt

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In der Asse kann derzeit nur sehr eingeschränkt gearbeitet werden.

Ein defektes Förderseil behindert derzeit die Arbeiten im maroden Atommülllager Asse II bei Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel. Bis das Seil ausgetauscht ist, arbeiten statt der 120 nur 20 Mitarbeiter in der Asse. Sie können nicht wie gewohnt über Hauptschacht in die Asse gelangen, sondern müssen mit ihrem Material über einen kleinen Notschacht in das Bergwerk einfahren, teilte die Betriebsführungsgesellschaft der Asse am Montag mit. Wann der Hauptschacht wieder freigegeben werden kann, ist derzeit unklar.

126.000 Fässer Atommüll müssen zurückgeholt werden

Die Arbeiter bereiten derzeit die Rückholung der rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll vor, die in einer Tiefe von 500 bis 750 Metern lagern. Der Atommüll muss in den kommenden Jahren geborgen werden, weil permanent Wasser in das Bergwerklager eindringt. Die Erkundungsbohrungen und die Betonierungsarbeiten könnten nun vorerst nicht fortgeführt werden, sagte Asse-Geschäftsführer Jens Köhler. Auch Besuche in dem Atommülllager sind bis auf weiteres nicht möglich - nach Unternehmensangaben fahren jährlich bis zu 2.000 Besucher in den Schacht ein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.05.2017 | 12:00 Uhr

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