Stand: 05.01.2016 14:43 Uhr

87-jähriger Autofahrer irrt durch den Norden

Am Montagvormittag ist gegen 11 Uhr ein Rentner mit seinem Auto in Wolfsburg aufgebrochen, um eine kleine Ausfahrt zu unternehmen, wie er später sagte. Eigentlich wollte er nur kurz seine Auto-Batterie aufladen. Das ist ihm vermutlich auch gelungen: 14 Stunden lang irrte er über norddeutsche Straßen, bis ihn die Polizei am frühen Dienstagmorgen um 1 Uhr stoppte. Der Autobahnpolizei war der 87-Jährige aufgefallen, weil er nur mit etwa 50 Stundenkilometern auf der A 24 in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Suckow und Parchim unterwegs war.

Ohne Plan, Navi und Handy

Den Beamten schilderte er dann, wie er einfach die Orientierung verloren habe. Auf der Suche nach dem Heimweg sei er schließlich immer weiter gefahren. Zur Verwunderung der Polizisten gab der Mann auch an, mehrere Pausen gemacht zu haben, nach dem Weg habe er dabei aber nicht gefragt und sich allein durchschlagen wollen. Ohne Plan, Navi und Handy - und auch ohne Papiere. Die hat er nämlich bei einem Stopp an einer Autobahnraststätte verloren.

Vorsorglich ins Krankenhaus

Vorsorglich brachten die Polizisten den 87-Jährigen zur Untersuchung ins Krankenhaus und verständigten seine Angehörigen. Dem Mann gehe es gut, so ein Sprecher der Polizei. Welche Wege er genommen habe, lasse sich schwer nachvollziehen. "Wir haben ihn jedenfalls in Fahrtrichtung Hamburg gestoppt", so der Sprecher, "da wäre er dann vielleicht auch irgendwann angekommen."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 05.01.2016 | 13:30 Uhr