Stand: 19.01.2016 10:59 Uhr

Schüler werden Opfer von Reizgas-Attacke

Für die Schülerinnen war es wohl ein Scherz, für die Polizei ist es nun ein Straftatbestand: Am Montagvormittag haben offenbar drei Schülerinnen in der Wilhelm-Bendow-Schule in Einbeck einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst und zahlreiche Mitschüler verletzt. Es ist kurz nach 10 Uhr, die erste große Pause ist gerade beendet. Da greifen - so der Verdacht der Polizei - drei 15- bis 16-Jährige zur Pfefferspray-Dose, die sich in einem ihrer Rucksäcke befindet. Sie versprühen das CS-Gas demnach im Klassenraum. Das Resultat: 30 Schüler klagen über Atemwegsreizungen, einzelne Schüler müssen sich übergeben. 19 Schüler werden von Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht, kurz darauf aber wieder entlassen.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Nach der Reizgas-Attacke muss die Polizei den gesamten Schulbereich räumen lassen - die Schüler kommen zunächst in einer Turnhalle unter. Bei der Durchsuchung der Schule finden die Beamten dann eine Pfefferspraydose in dem Rucksack einer der nun beschuldigten Mädchen, die offenbar benutzt wurde. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung in 30 Fällen aufgenommen. Laut Polizeisprecher Peter Volkmar durften die Jugendlichen das CS-Gas überhaupt nicht mit sich führen - es sei nur für Erwachsene zugelassen. Der Unterricht an der Wilhelm-Bendow-Schule fiel nach dem Vorfall komplett aus.