Stand: 05.01.2017 08:45 Uhr

16 Glätteunfälle in 24 Stunden

Achtung, Autofahrer - es bleibt glatt auf Niedersachsens Straßen. Allein im Bereich der Polizeidirektion Osnabrück gab es nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen 16 Glätteunfälle in den vergangenen 24 Stunden.e In Melle verlor ein Autofahrer auf glatter Straße die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr gegen einen Baum. Er und ein Beifahrer wurden schwer verletzt. Auf der A 2 bei Braunschweig rutschten Lkw in die Leitplanken. Bereits gestern hatte es mehr als ein Dutzend Unfälle gegeben - die Ursache war oft Blitzeis. Betroffen waren vor allem die A 1 zwischen Hamburg und Bremen sowie die A 27 zwischen dem Bremer Kreuz und Verden. Allein die Autobahnpolizei Sittensen zählte mindestens sechs Unfälle. Auf der A 27 zwischen Verden und Walsrode landeten vier Fahrzeuge im Graben oder an der Leitplanke. Bei den Unfällen wurden ein Mann schwer und mehrere Autofahrer leicht verletzt.

Zentimeterdicke Hagelschichten

Immer wieder waren die Autofahrer vor allem im Nordwesten des Landes von Hagel- und Graupelschauern überrascht worden. Einige berichteten von zentimerterdicken Hagelschichten auf dem Asphalt. In Walchum im Emsland überschlug sich deshalb ein Wagen, Teile eines Holzzauns bohrten sich in das Auto und verletzten ein vier Jahre altes Kind schwer. Auch im Weserbergland kam es zu Glätteunfällen. Mehrere Lkw blieben außerdem auf den glatten Straßen liegen.

Baum stürzt auf Oberleitung

Bereits am Mittwochmorgen hatte Tief "Axel" für Probleme im Zugverkehr gesorgt. Auf der Bahnstrecke Hannover-Bremen war ein Baum auf die Oberleitung gestürzt. Die Strecke musste gesperrt werden, ist inzwischen aber wieder frei. An der Nordsee sorgte eine Sturmflut am Mittwochmorgen zwischen Fedderwardersiel (Landkreis Wesermarsch) und Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) für Wasserstände von bis zu 1,80 Meter höher als normal. Über Spiekeroog war "Axel" mit Windgeschwindigkeiten um 110 Stundenkilometer gefegt.

Fähren fahren nicht

Im Weser- und Elbegebiet lagen die Pegel am Mittwochmorgen bis zu zwei Meter über dem mittleren Hochwasser. Das brachte den Fährverkehr zwischen Glückstadt und Wischhafen auf der Elbe sowie zwischen Nordenham und Bremerhaven auf der Weser zeitweilig zum Erliegen. In Ostfriesland, aber auch in Hameln knickten mehrere Bäume um. Auf dem Brocken gab es erste Schneeverwehungen. Dort registrierten die Wetterstationen orkanartige Böen.

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Fährverbindungen nach Helgoland gestrichen

Vorsicht ist weiterhin im Harz geboten: In der Region sind 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, am Wurmberg sogar 20 bis 25. Dadurch sind auch Schneeverwehungen möglich. An der Nordseeküste besteht weiter die Gefahr einer Sturmflut. Die Fährverbindung von und nach Helgoland wurde am Mittwoch vorsorglich von der Reederei gestrichen. Die nach Weihnachten bei einem Sturm von einem Frachter gefallenen und an den ostfriesischen Inseln angeschwemmten Container sind zerborsten. Die Flut hatte sie in den vergangenen Tagen im Strand festgespült.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.01.2017 | 08:00 Uhr

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