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Das Land Niedersachsen will bis 2013 rund 160 Millionen Euro zur Förderung von Ausbildungsplätzen beisteuern. Dies sieht der Ausbildungspakt 2010 bis 2013 vor, den Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Arbeitsminister Jörg Bode (FDP) am Dienstag gemeinsam mit Vertretern aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden in Hannover abschlossen. "Ich appelliere an alle Unternehmen in Niedersachsen, auch in Zeiten der Krise durch Ausbildung den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern", sagte Wulff. Der Pakt sei seit seiner Einführung im Jahr 2004 eine "Erfolgsstory". Das neue Bündnis sei ein Signal für Verlässlichkeit und Optimismus, so der Regierungschef. Angesichts der demografischen Entwicklung gehe es hauptsächlich darum, einem Fachkräftemangel in Niedersachsen entgegenzuwirken, sagte Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP). Es müsse dafür gesorgt werden, dass den Unternehmen geeignete Bewerber zur Verfügung stehen.
Das Angebot für die Jugendlichen ist nach Angaben der Landesregierung trotz eines Rückgangs der abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 4,1 Prozent weiterhin gut. In den vergangenen Jahren seien dank des Pakts jährlich etwa 8.500 zusätzliche Lehrstellen eingeworben worden. Ziel sei es auch diesmal, allen Bewerbern ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot anzubieten, sagte Wulff. Der neue Pakt sieht vor, pro Jahr 6.000 neue Ausbildungs- und Praktikaplätze zu schaffen. Bis 2013 sollen zudem die Möglichkeiten zur Berufsorientierung für Schüler weiter ausgebaut werden. Ein weiteres Ziel ist die verstärkte Vermittlung von Jugendlichen aus Einwandererfamilien und Lernschwachen.
Wulf und Bode lobten die Leistung der Ausbildungspaktpartner, die in den vergangenen sechs Jahren die gesteckten Ziele "deutlich übertroffen" hätten. Die Landtagsopposition indes kritisierte das Ausbildungsbündnis. "Der Ausbildungspakt ist keine Erfolgsgeschichte", sagte Ursula Weisser-Roelle (Linke). Viele Jugendliche stünden noch immer auf der Straße oder befänden sich in Warteschleifen. "Der Pakt bleibt auch in seiner Fortsetzung ein Papiertiger", sagte Enno Hagenah von den Grünen. Allein der demografische Wandel führe zu einer Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt.
Aufgrund verkürzter Schulzeiten muss in Niedersachsen mit mehr Bewerbern auf die wenigen Ausbildungsplätze gerechnet werden.
Niedersächsische Wirtschaft will 3.000 neue Ausbildungsplätze schaffen. (Meldung vom 13.02.2007)
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