Stand: 03.05.2017 12:50 Uhr

Wenzel will konventionelle Kraftwerke drosseln

Vorfahrt für den Strom aus erneuerbaren Energien: Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will die Leistung von Atom- und Kohlekraftwerken begrenzen. Wenzel kritisierte, dass konventionelle Anlagen selbst an Tagen, an denen Wind und Sonne ausreichend Energie lieferten, bisher unter Voll-Last laufen. Deswegen müssten Wind- und Solaranlagen abgeschaltet werden. Das koste Hunderte Millionen Euro im Jahr und belaste die Stromnetze.

Flexibilität soll Kosten senken

Im Jahr 2015 seien rund 900 Millionen Euro ausgegeben worden, um das Stromnetz in Deutschland stabil zu halten. Bezahlen müssten das die Stromkunden, sagte der Umweltminister. Diese Kosten könnten gesenkt werden, wenn die konventionellen Kraftwerke flexibler würden. Das hat ein Gutachten im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums ergeben. Erneuerbare Energien haben laut Gesetz eigentlich Vorfahrt im Netz, im Alltag allerdings werde diese Vorgabe nicht umgesetzt, kritisierte Wenzel.

Weniger Kohlendioxid

Für die Drosselung ihrer Anlagen würden die Betreiber entsprechend entschädigt, so Wenzel. Unter dem Strich würden Stromkunden trotzdem Geld sparen, machten Wenzel und die von ihm beauftragten Gutachter deutlich. Und weil durch eine Drosselung auch weniger Kohlendioxid entstehe, würde auch noch das Klima geschützt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.05.2017 | 11:00 Uhr

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