Stand: 16.03.2016 18:00 Uhr

Verkehrswegeplan: Neue Autobahnen sollen kommen

"Der Norden hat Vorrang", so interpretiert Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) den neuen Bundesverkehrswegeplan. In dem Dokument sind die wichtigsten Projekte für Straßen, Schienen und Wasserwege bis ins Jahr 2030 festgelegt. Alle Bauarbeiten, die von überregionaler Bedeutung sind, müssen dort verzeichnet sein, damit sie eine Chance auf Umsetzung haben. Insgesamt 264 Milliarden Euro will der Bund für die Projekte ausgeben. Am Mittwochnachmittag wurde der Plan in Berlin vorgestellt. Für Niedersachsen ganz vorne dabei sind der Bau der sogenannten Küstenautobahn A 20 sowie die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Außerdem soll die Autobahn 26 von Stade bis zur Anschlussstelle Stillhorn und die A 33 - Umfahrung Osnabrück - gebaut werden.

Ein Schild an der Autobahn mit der Bitte um den Bau einer neuen Autobahn.

Verkehrswegeplan: Reiche Bescherung vom Bund

Hallo Niedersachsen -

Der Bundesverkehrswegeplan sieht Geld für den Schienenausbau in Niedersachsen, für das Schiffshebewerk bei Scharnebeck und für Autobahnen vor. Jetzt geht es an die Umsetzung.

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"Zweite Kategorie ist höchst mögliche Priorität"

Keines der niedersächsischen Projekte hat die höchste Priorität "vordringlicher Bedarf Plus" erhalten. "Macht nichts", sagt der Wirtschaftsminister. In der höchsten Kategorie seien deutschlandweit nur kleine Teilprojekte vertreten. Nichts, das mit der Größe der A 20 oder A 39 vergleichbar wäre. Deshalb versteht Lies die zweite Priorität "vordringlicher Bedarf" als höchst mögliche Einstufung. Die Niedersachsen könnten sich freuen, dass die A 20 und die A 39 diese erreicht haben. "Von mir aus können wir gerne noch in den kommenden zwei Jahren beginnen", so Lies. "Sollte das nicht klappen, werde ich als Wirtschaftsminister in der kommenden Legislaturperiode den ersten Spatenstich setzen."

Niedersachsen bekommt breitere Autobahnen

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Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies will spätestens in zwei Jahren neue Autobahnen bauen. (Archivbild)

Über die genannten Projekte hinaus sollen die Autobahnen 1 und 7 auf jeweils sieben Spuren ausgebaut werden. Auf der A 2 sollen die Seitenstreifen zum Teil befahrbar gemacht werden, sodass in beide Richtungen vier Fahrbahnen zur Verfügung stehen. Der Autobahnring um Bremen soll geschlossen werden. Und die E 233 zwischen Meppen und Cloppenburg soll vierspurig ausgebaut werden, um dem Pendelverkehr mit den Niederlanden zu verbessern.

Gleise werden aus- anstatt neu gebaut

Auf der Schiene ist die Alpha E Variante als Nachfolger der sogenannten Y-Trasse beschlossene Sache. Der Ausbau bestehender Strecken hat demnach Priorität vor Neubau. Außerdem soll die Strecke Hannover-Minden zwei neue Gleise bekommen. Auch das Schiffshebewerks Scharnebeck steht weiter im Plan. Ebenso vertreten sind der Stichkanal Salzgitter und fünf Schleusen des Dortmund-Ems-Kanals. Der Wirtschaftsminister ist mit dem Bundesverkehrswegeplan sehr zufrieden. Einzig über einige regionale Ortsumgehungen müsse man vielleicht nochmal diskutieren. Sein Ministerium will in jedem Fall prüfen, ob auf Bundesebene alle eingereichten Zahlen und Argumente berücksichtigt wurden.

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Aktuell | 16.03.2016 | 16:00 Uhr