Stand: 01.09.2017 18:24 Uhr

Erste Auszahlungen an Hochwasser-Opfer

Nach dem schweren Hochwasser im Juli hat Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Stefan Wenzel (Grüne) am Freitag eine Zwischenbilanz zu Hilfen für die Geschädigten vorgelegt. Rund 55.000 Euro haben die Kommunen demnach bis Ende vergangener Woche bewilligt. "Noch steht die Soforthilfe am Anfang. Wöchentlich wird bilanziert", sagte der Minister. "Wir gehen davon aus, dass das Antragsaufkommen deutlich steigt."

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Hochwasseropfer kämpfen gegen Schäden

27.08.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

In den Hochwassergebieten in Niedersachsen stehen viele vor dem Nichts. Selbst eine Elementarschadenversicherung deckt nicht alles ab, wie einige schmerzhaft erfahren mussten. Video (03:28 min)

Hohe Schäden in Infrastruktur, Landwirtschaft, Gewerbe

Das Soforthilfeprogramm für Privathaushalte war vor gut zwei Wochen gestartet. Die Kommunen seien intensiv damit beschäftigt, die eingegangenen Aufträge zu bearbeiten, teilte das Ministerium mit. In vielen Fällen hätten sie bereits mit den Auszahlungen begonnen. Teuer werden Wenzel zufolge voraussichtlich die Schäden in der kommunalen Infrastruktur, der Land- und Forstwirtschaft und bei Unternehmen. Erste Schätzungen zu den Summen in diesen Bereichen könnten laut Wenzel in wenigen Tagen vorliegen. Das Land hat 50 Millionen Euro für die Hochwasserhilfe bereitgestellt.

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Die Bilder zum Hochwasser in Niedersachsen

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"Klimawandel hat deutlichen Einfluss auf Hochwasserereignisse"

Extreme Hochwasserlagen würden sich in Zukunft häufen, mahnte Wenzel. "Die Warnungen der Wetterexperten und Klimaforscher werden leider immer häufiger bestätigt. Der Klimawandel hat tatsächlich auch einen deutlichen Einfluss auf Hochwasserereignisse." Damit würden auch Planung und Vorsorge immer wichtiger. Eine neue wissenschaftliche Bewertung bestätige dies: "Die Ergebnisse des Projektes 'Globaler Klimawandel - Wasserwirtschaftliche Folgenabschätzungen für das Binnenland' (KliBiW) lassen für die verwendeten Klimaszenarien den Schluss zu, dass Scheitelabflüsse von Hochwasserereignissen in Niedersachsen in der Zukunft deutlich steigen werden", teilte das Ministerium mit. Die Studie soll am 11. und 12. September auf dem niedersächsischen Gewässerforum in Hildesheim vorgestellt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 01.09.2017 | 17:00 Uhr

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