Stand: 18.03.2017 18:49 Uhr

Equal Pay Day: Rundt hofft auf neues Gesetz

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Niedersachsens Sozialministerin Rundt fürchtet Altersarmut bei Frauen. (Archivbild)

Gewerkschaften, Verbände und andere Initiativen haben am Donnabend anlässlich des Equal Pay Day daran erinnert, dass Frauen immer noch deutlich weniger Geld verdienen als Männer. Im Bundesdurchschnitt liegt die Lücke bei 21 Prozent, in Niedersachsen bei 20 Prozent. Das mache den Tag "zu einem traurigen Jahrestag", sagte Landessozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Der zehnte Equal Pay Day zeige, dass Lohngleichheit noch nicht erreicht sei. Die Sozialdemokratin warnte, dass Minijobs, Teilzeitarbeit und Erwerbsunterbrechungen häufig Ursache für schlechtere Bezahlung seien und zu einer deutlich geringeren Altersversorgung bei Frauen führten. Das geplante Entgelttransparenzgesetz des Bundes, auch Gesetz zur Lohngerechtigkeit genannt, sei ein Meilenstein.

Aktion in Hannover

In Niedersachsen gab es verschiedene Aktionen zum Equal Pay Day. In Hannovers Innenstadt informierte ein Bündnis aus Landesfrauenrat, Deutschem Gewerkschaftsbund, Sozialverband Deutschland und anderen Verbänden über das Problem. Gemeinsam forderte das Bündnis eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Aufwertung sogenannter Frauenberufe und ein Rückkehrrecht von Teil- auf Vollzeitbeschäftigung.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 18.03.2017 | 19:30 Uhr

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