Stand: 16.07.2015 16:26 Uhr

Babyleiche: 500 Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

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Auf diesem Rastplatz an der A 1 wurde im August 2014 eine Babyleiche gefunden. (Archivbild)

Gleich zwei Fälle aus Niedersachsen waren am Mittwochabend Thema in der Kriminalsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF - der Fund einer Babyleiche auf einem Rastplatz an der Autobahn 1 bei Bakum im Landkreis Vechta und ein Mordversuch in Braunschweig-Bebelhof. Gelohnt sich hat sich der bundesweite TV-Auftritt vor allem für die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta. Wie ein Sprecher gegenüber NDR.de mitteilte, sind mehr als 500 neue Hinweise zu der Babyleiche eingegangen: "Wir sind von der Resonanz positiv überrascht, weil der Fall ja schon elf Monate Monate zurückliegt." Eine Bewertung der Hinweise sei derzeit noch nicht möglich, sie würden in den kommenden Tagen alle akribisch abgearbeitet.

Suche nach einer blonden Frau

Reisende hatten das tote Baby am 19. August 2014 auf dem Rastplatz entdeckt. Das Kind soll nach der Geburt noch lebensfähig gewesen sein. Die Ermittler suchen vor allem in der Region Südoldenburg nach einer damals hochschwangeren Frau, die später kein Kind bei sich hatte. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen spielt eventuelle eine Frau mit langen blonden Haaren eine Rolle, die von der Raststätte in einem rot-weißen Lastwagen mit polnischem Kennzeichen Richtung Osnabrück mitgefahren sein soll. Zudem hat die Mutter möglicherweise in einem dm-Drogeriemarkt Feuchttücher der Marke "Babylove" gekauft.

Kaum Resonanz auf Fall in Braunschweig

Keine neue Spur brachte die Sendung dagegen in Bezug auf den Mordversuch an einem Rentner in Braunschweig. "Es gab ein paar Anrufer", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. "Nach ersten Erkenntnissen war aber leider nichts dabei, was uns in der Sache weiterbringt."

Ein "Paketbote" schießt

Anfang Januar hatte ein Unbekannter an der Haustür eines 66-Jährigen im Braunschweiger Stadtteil Bebelhof geklingelt. Der Täter gab sich als Paketbote aus. Als der Rentner ihm im Treppenhaus entgegenkam, schoss der Täter auf ihn. Das Opfer drehte sich reflexartig zur Seite - und überlebte verletzt. Der Unbekannte floh in einem silbernen Kombi mit einer schwarzen sogenannten Dachreling zum Aufbau von Dachgepäckträgern. Von dem Mann fehlt seitdem jede Spur.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 16.07.2015 | 08:30 Uhr