Stand: 19.11.2012 11:12 Uhr  | Archiv

Land will sich vor Hacker-Angriffen schützen

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Innenminister Uwe Schünemann (CDU) plant eine schnelle Eingreiftruppe, die Internetangriffe abwehren soll.

Wenn Hacker die Sicherheitsnetze von Computern erst einmal durchbrochen haben, ist keine Information mehr vor ihnen sicher. Für den Einzelnen ist das schon schlimm genug, für staatliche Einrichtungen kann es eine Katastrophe bedeuten. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) plant deshalb den Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe, die die Rechner von Land und Kommunen besser vor Internetattacken schützen soll. Das sogenannte Computer Emergency Response Team, kurz N-CERT, sei "ein Kernelement der Cyber-Sicherheitsstrategie in Niedersachsen".

Fünfköpfiges Team schützt Netzwerke

"Solche Angriffe haben in den vergangenen Jahren zugenommen und stellen eine große Gefahr für öffentliche Verwaltungen wie die Wirtschaft", sagte der Innenminister am Montag in Hannover. Ein fünfköpfiges Team sei deshalb künftig für den Schutz der Netzwerke zuständig. Komme es zu einem Hacker-Angriff, würde die Eingreiftruppe ein Lagebild erstellen, Gegenmaßnahmen ergreifen und den Krisenstab bei seiner Arbeit unterstützen.

Zahlreiche Fälle in anderen Bundesländern

Bislang habe es noch keine direkten Angriffe auf das Landes-Intranet gegeben, betonte Uwe Schünemann. Allerdings seien in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und bei der Bundesregierung bereits zahlreiche Fälle verzeichnet worden. "Im schlimmsten Fall wird dadurch ein ganzes Netzwerk lahmgelegt", so der Minister. Zusätzliche Kosten entstünden durch das Expertenteam nicht, die Mittel von 500.000 Euro jährlich würden vom Innenministerium gestellt.

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