Stand: 17.10.2014 13:24 Uhr  | Archiv

WhatsApp-Hetze ruft Staatsschutz auf den Plan

Im Zusammenhang mit über den Nachrichtendienst WhatsApp in Vorpommern verbreiteten anonymen Todesdrohungen ermittelt der Staatsschutz. In Stralsund sind die Beamten beim Überprüfen weiterer, an Schüler verschickter Nachrichten auf rechtsextremistische und antisemitische Inhalte gestoßen.

Rechtsextremistische Texte und Bilder

In der kursierenden Textnachricht sind nach Informationen von NDR 1 Radio MV ein aus Zeichen bestehendes Hitlerbild und viele Hakenkreuze zu sehen. Der Empfänger wird aufgefordert, diese SMS an fünf Personen weiterzuleiten. Ansonsten werde in 88 Tagen ein geldgieriger Jude das gesamte Geld klauen und ihn vergewaltigen, heißt es in der Textnachricht.

Polizei rät: Anzeige erstatten

In der vergangenen Woche waren Kurzmitteilungen aufgetaucht, die die Empfänger mit dem Tode bedrohen. Diese Nachrichten kursieren vor allem unter Schülern, wie etwa bei einem 13-jährigen aus Stralsund, dessen Mutter die Polizei informierte. Da der Inhalt der antisemitischen Nachricht strafbar ist, sollten Eltern auf jeden Fall Anzeige erstatten und mit den Kindern über den Inhalt reden, sagte ein Polizeisprecher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.10.2014 | 13:00 Uhr