Stand: 24.11.2014 14:10 Uhr  | Archiv

Netzwelt kompakt: Neuer Super-Trojaner entdeckt

von Nils Kinkel und Teja Adams

Trojaner spähte Saudi-Arabien und Russland aus. EU will Google zerschlagen. Erste Versicherung will Fitnessdaten sammeln. Das Neueste aus dem Netz.

Trojaner spähte Saudi-Arabien und Russland aus

Wer steckt hinter "Regin"? Es sind nur Bruchstücke, die jetzt über die neue Super-Software bekannt geworden sind, aber fest steht: Dieses Stück Spionagetechnologie ist extrem gut programmiert.
Die Sicherheitsexperten von Symantec haben "Regin" entdeckt und jetzt publik gemacht. Bei knapp der Hälfte der Angriffe soll der Trojaner es auf Privatpersonen oder kleinere Firmen abgesehen haben, jeder vierte Angriff richtete sich gegen Telekommunikationsnetze. "Regin" soll darauf ausgelegt sein, möglichst lange unentdeckt zu bleiben. "Selbst wenn man es entdeckt, ist es sehr schwer, festzustellen, was es macht", schreibt Symantec. Die Sicherheitsfirma geht davon aus, dass es noch viele unentdeckte Variante der Spionagesoftware gibt. Bekannt ist, dass "Regin" Bildschirmaufnahmen machen, Passwörter auslesen und sogar gelöschte Dateien wiederherstellen soll. Einen Großteil der Infektionen haben die Forscher in  Russland und Saudi-Arabien entdeckt. Aufgrund der Komplexität der Software und den Angriffszielen vermuten die Experten einen großen Geheimdienst hinter der Entwicklung. „Regin“ sei in einer Liga mit Programmen wie "Stuxnet", das unter anderem zum Einsatz kam, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren.

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NDR Info | Netzwelt | 24.11.2014 | 15:38 Uhr

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