Sendedatum: 04.12.2013 23:20 Uhr  | Archiv

Native Ads: Werbung oder Journalismus?

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Wirkt wie regulärer Inhalt, ist aber gesponsert: Screenshot eines Native-Advertising-Artikels auf Buzzfeed.com.

Schöne neue Online-Werbe-Welt: Der aktuelle Trend heißt Native Advertising, kommt natürlich aus den USA und soll 2014 auch Deutschland erobern. Anders als bei klassischer Online-Werbung wie Bannern oder den wenig beliebten "Pop-Up"-Werbefenstern, bettet sich Native Advertising als natürliches Element in den Website-Inhalt ein und wird thematisch integriert. Das bedeutet der Nutzer wird nicht durch sich plötzlich öffnende Anzeigenflächen gestört. Die Werbung wirkt vielmehr, als gehöre sie zum redaktionellen Angebot - nur, dass die betreffenden Beiträge durch einen kleinen Sponsorenhinweis gekennzeichnet sind.

Jemand zeigt auf den Bildschirm eines Laptops.

Native Ads: Werbung oder Journalismus?

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Gesponserte Beiträge, die wie Artikel, Blogs oder Tweets aussehen, sind der Werbecoup im Netz. Doch rettet Native Advertising den Journalismus - oder untergräbt es ihn?

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Die "Washington Post" tut es

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Werbeformate im Netz vermischen Anzeigen und journalistische Texte.

Native Advertising ist dabei nicht auf reine Online-Medien wie die "Huffington Post" oder BuzzFeed beschränkt. Auch ein Traditionstitel wie die "Washington Post" setzt bei ihren Online-Angeboten auf Native Advertising. Die "New York Times" plant die Einführung im nächsten Jahr. In Deutschland sind spezialisierte Blogs bislang in Sachen Native Advertising aktiv. Doch laut Werber Marcel Hollerbach interessieren sich auch deutsche Regionalzeitungen für den neuen Trend.

Kritiker warnen vor Vermischung

Hintergrund

Native Advertising

Wenn Werbung zum Inhalt wird, was wird dann aus dem Inhalt? Martin Giesler erklärt in seinem Blog, warum er Native Ads für problematisch hält. (17.10.2013) extern

Kritiker wie Stefan Plöchinger, Online-Chef der "Süddeutschen Zeitung", warnen vor Native Advertising: "Was ich bisher gesehen habe, ist für mich nichts anderes als verkappte Werbung im Redaktionsmantel". Und das, so Plöchinger, habe negative Folgen für die Glaubwürdigkeit des gesamten Angebots: "Auf lange Sicht werden es die Nutzer jedem Medium übel nehmen, wenn sich die Grenzen zur Werbung so verwischen."

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ZAPP | 04.12.2013 | 23:20 Uhr