Stand: 21.09.2012 14:35 Uhr  | Archiv

Jobsuche im Internet: So funktioniert's

von Ines Bott
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Mehr als 60 Prozent der Jobsuchenden nutzen Online-Stellenbörsen.

Datenbank-Dschungel oder der Weg zum Traumberuf? Die Jobsuche im Internet wirkt auf den ersten Blick unkompliziert und erfolgversprechend. Doch das große Angebot kann auch schnell für Frust sorgen. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 1.600 Online-Stellenbörsen. Welcher Stellenmarkt im Internet ist für wen am besten geeignet? Die Hamburger Buchautorin Svenja Hofert ist Expertin auf diesem Gebiet und hat Tipps für die Jobsuche im Netz.

Bundesagentur für Arbeit

Mit mehr als einer Million gemeldeten Arbeits- und Ausbildungsstellen bietet arbeitsagentur.de das umfangreichste Angebot. Die offizielle Seite der Bundesagentur für Arbeit ist nach Ansicht der Karriereberaterin besonders gut geeignet für Menschen, die eine neue Stelle im sozialen oder mittelständischen Bereich suchen. Weil Ausschreibungen für Unternehmen kostenlos seien, könnten bei der Abfrage allerdings auch mal unseriöse Anzeigen auftauchen, warnt Hofert.

Allgemeine Internet-Jobbörsen

Online-Stellenmärkte wie monster.de oder stepstone.de empfiehlt die Expertin vor allem denjenigen, die einen konkreten Beruf haben wie Programmierer, Controller oder Kaufmännischer Angestellter. Im Unterschied zum Angebot der Arbeitsagentur müssten die Firmen hier für die Stellenausschreibungen viel Geld bezahlen. Deshalb ist laut Hofert fast immer mit seriösen Anzeigen zu rechnen.

Spezialisierte Online-Stellenmärkte

Für manche Branchen wie den Gesundheitsbereich, die Hotellerie oder das Office-Management gibt es im Internet eigene Jobbörsen. Besonders hilfreich bei der Arbeitsplatzsuche seien Stellenmärkte mit einem klar abgegrenzten Angebot, sagt Svenja Hofert.

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Suchroboter und Metasuchmaschinen

Aus der Praxis weiß die Beraterin, dass 90 Prozent der Jobsuchenden kein klares Berufsprofil haben. Deshalb rät sie zu sogenannten Metasuchmaschinen. Anders als bei allgemeinen Jobbörsen können Interessierte hier mit einzelnen Stichwörtern suchen. Hofert sieht den Vorteil darin, dass die Jobsuchenden neben den üblichen beruflichen Qualifikationen auch ihre speziellen Fähigkeiten eingeben können. Mit diesen Informationen gefüttert durchsuchen dann die Metasuchmaschinen mehrere Jobbörsen gleichzeitig.

Netzwerke und Portale

Nach Ansicht der Expertin können soziale Netzwerke und spezielle Portale hilfreich sein, um Kontakte zu knüpfen oder Informationen über die jeweilige Firma zu sammeln. "Wer sich für ein bestimmtes Unternehmen entschieden hat, sollte regelmäßig auf der Firmen-Homepage nach ausgeschriebenen Stellen suchen", rät Svenja Hofert.

Job-Newsletter und Job-Apps

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Online-Jobbörsen benachrichtigen ihre Abonnenten per App oder Newsletter.

Fast alle Internet-Stellenbörsen bieten den Service an, ständig aktuelle Trefferlisten per Mail oder App an die Abonnenten zu schicken. Die Karriereberaterin hält nichts von diesem Angebot. "Da verliert man den Überblick und wird zugemüllt", so Hofert. Eine Suchabfrage alle zwei Wochen reiche vollkommen.

Online bewerben

Grundsätzlich gelten für Online-Bewerbungen die gleichen Regeln wie per Post. Auch digital sind ein korrektes Anschreiben, Kontaktdaten und weitere Bewerbungsunterlagen Pflicht. Der E-Mail-Text selbst sollte nur aus dem Anschreiben bestehen. Alle Unterlagen wie der Lebenslauf gehören in den Anhang. Als PDF-Format gespeichert, sind die Dokumente mit jedem Computersystem lesbar.