Stand: 19.05.2013 13:27 Uhr  | Archiv

Restaurierte Schlosskirche wiedereröffnet

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Die Kirche (l.) ragt ins Schweriner Schloss hinein und ist daher von außen kaum als solche zu erkennen.

Mit einem Festgottesdienst ist die Schweriner Schlosskirche am Sonntagvormittag wiedereröffnet worden - 450 Jahre nach ihrer Errichtung als erster reformatorischer Sakralbau in Mecklenburg im Jahr 1563. Für das Jubiläum war die Kirche in den vergangenen sieben Jahren für 4,5 Millionen Euro saniert worden. Zwei Jahre lang war das Gotteshaus für Besucher gesperrt.

Bischof dankt allen Helfern und Unterstützern

In seiner Predigt dankte der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn allen, die sich für die Sanierung engagierten. So heil und schön wie heute sei dieser Sakralbau vielleicht nie gewesen. Der Bau ist von einer dicken Ruß- und Staubschicht befreit worden, tiefe Risse im Putz und lange Öffnungen im Mauerwerk wurden geschlossen und die Statik des Gebäudes stabilisiert. Zudem wurde eine Fußbodenheizung eingebaut und die 1951 von der Potsdamer Firma Schuke gebaute Orgel restauriert.

In altem Glanz erstrahlt auch wieder das leuchtend blaue Deckengewölbe mit seinen tausenden goldenen Sternen. Bei der symbolischen Spendenaktion "Kauf Dir Deinen Stern vom Himmel" wurden bisher 342.000 Euro eingenommen.

Unter Herzog Johann Albrecht I. gebaut

Die Schlosskirche wurde zwischen 1560 und 1563 von Herzog Johann Albrecht I. gebaut. Nach Abschaffung des Herzogtums Schwerin 1918 wurde ein Jahr später die evangelische Schlosskirchengemeinde gegründet, zu der heute rund 750 Christen gehören. Der Landtag feiert hier vor seinen Sitzungen regelmäßig Andachten. Die Kirche ragt ins Schweriner Schloss hinein und ist daher von außen kaum als solche zu erkennen. Nur der Glockenturm mit vergoldeter Zwiebelhaube und der neugotische Sandstein-Chor sind zu sehen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.05.2013 | 10:00 Uhr

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