Stand: 03.03.2016 20:21 Uhr

Zahl der Privatinsolvenzen in MV gesunken

Bild vergrößern
In fast allen Bundesländern gab es 2015 weniger Privatinsolvenzen als im Vorjahr. (Themenbild)

Die Zahl der Privatinsolvenzen in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr um mehr als sieben Prozent gesunken. Einer Studie der Wirtschaftsauskunftei Bürgel zufolge liegt der Nordosten damit trotzdem weiterhin über dem Bundesdurchschnitt. So gab es hier 156 Privatinsolvenzen pro 100.000 Einwohner. Bundesweit lag der Wert bei 133. Die meisten privaten Schuldner gibt es der Studie zufolge in Bremen, die wenigsten in Bayern. In allen Bundesländern außer dem Saarland war die Zahl der Pleiten von Privatleuten im vergangenen Jahr jedoch gesunken.

Altersarmut als großes Risiko

Auch für das kommende Jahr rechnen die Experten der Hamburger Auskunftei mit einem Rückgang der Privatinsolvenzen. Vor allem die niedrige Arbeitslosenquote, gute Tarifabschlüsse und eine geringe Inflation seien Gründe für diese Einschätzung. Auffallend sei jedoch die steigende Zahl von älteren Schuldnern. Bereits zum vierten Mal in Folge stieg den Angaben zufolge die Zahl der Privatinsolvenzen bei Menschen in der Altergruppe ab 61 Jahre. Dies zeige, dass die Rente in vielen Fällen nicht mehr ausreiche und ein niedriges Einkommen zu Altersarmut und Schulden führe, so Bürgel.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.03.2016 | 18:30 Uhr