Stand: 29.08.2017 13:33 Uhr

Windkraftindustrie: IG Metall befürchtet Flaute

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Laut einem Medienbericht denkt auch Nordex über Personalabbau nach. (Archivbild)

Nach Ansicht der IG Metall Küste haben sich die Aussichten in der Windkraft-Industrie erheblich verschlechtert. Die Gewerkschaft geht nach einer Befragung von Betriebsräten davon aus, dass es einen Beschäftigungsabbau geben wird. Mehr als 40 Prozent der Betriebsräte rechnen laut einer Befragung damit, dass es zu negativen Entwicklungen auf dem Markt kommen werde. In knapp einem Viertel der Unternehmen erwarten die Betriebsräte sogar einen Personalabbau.

Gewerkschaft: Jeder fünfte Arbeitsplatz könnte wegfallen

Sie rechnen damit, dass mehr als 1.400 Arbeitsplätze in der Branche wegfallen können. Damit wäre jeder fünfte Arbeitsplatz betroffen. Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, ist besorgt. Die Situation in der Windkraftindustrie spitze sich wegen der geänderten gesetzlichen Vorgaben schneller und deutlicher zu, als sie befürchtet hätten, erklärte Geiken.

Medien: Personalabbau-Pläne bei Nordex

Es gebe bereits erste Standortschließungen wie etwa von Senvion-Werken in Husum und Trampe, nannte Geiken als Beispiele. Auch der Windkraftanlagenhersteller Nordex denkt laut Informationen des "Handelsblatts" inzwischen über einen Personalabbau nach. Die IG Metall Küste fordert gemeinsame Anstrengungen von Unternehmen und Politik, damit die Beschäftigten und ihr Wissen in den Betrieben gehalten werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 29.08.2017 | 14:00 Uhr

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