Stand: 20.06.2017 13:53 Uhr

Warnstreik am Kreiskrankenhaus Demmin

Am Kreiskrankenhaus Demmin ist am Dienstagmittag ein vierstündiger Warnstreik zu Ende gegangen. Laut Gewerkschaft ver.di hatten sich 120 der 280 nicht-ärztlichen Mitarbeiter an dem Ausstand beteiligt. Grund sind die gescheiterten Verhandlungen über einen Haustarifvertrag. Ver.di fordert in erster Linie gleiches Geld für gleiche Arbeit für Krankenschwestern, Pfleger und Servicemitarbeiter.

Große Lohnunterschiede in der Kritik

Die Lohnunterschiede im Kreiskrankenhaus Demmin liegen nach Angaben der Gewerkschaft bei bis zu 10.000 Euro im Jahresbrutto für die gleiche Tätigkeit. Vor allem Mitarbeiter, die in den letzten Jahren eingestellt wurden, seien deutlich schlechter bezahlt. Laut der Geschäftsführung würde eine Angleichung der Gehälter das Krankenhaus aber in eine wirtschaftlich existenzbedrohende Lage bringen. Ver.di hat bereits weitere Warnstreiks bis zu den Sommerferien angekündigt, sollte die Arbeitgeberseite kein annehmbares Angebot vorlegen. Auch ein unbefristeter Streik sei denkbar. Während des Warnstreiks gab es am Kreiskrankenhaus Demmin einen Notdienst.

Weitere Informationen

Wird Demminer Krankenhaus privatisiert?

Nur noch vier Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern sind in öffentlicher Hand, darunter auch die Klinik in Demmin. Zum Jahreswechsel soll sie nun in eine GmbH umgewandelt werden. (27.12.2012) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.06.2017 | 12:40 Uhr

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