Stand: 18.09.2014 15:48 Uhr

Waffenlieferung von Waren in den Nordirak

Von Warenshof in den Nordirak: Die erste deutsche Waffenlieferung für die kurdische Armee wird derzeit in dem Ortsteil von Waren (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) zusammengestellt. In dem Bundeswehr-Zentrallager werden bis Ende September über 600 Tonnen Material aus Depots in ganz Deutschland gesammelt: 120 Panzerfäuste, 4.000 Sturmgewehre, ebensoviele Pistolen und 20 Panzerabwehrwaffen vom Typ Milan, aber auch Zelte, Lkw und Schutzbrillen, wie ein Bundeswehrsprecher am Donnerstag sagte. Der erste Teil des Materials soll in der kommenden Woche von Leipzig in die Kurden-Hauptstadt Erbil geflogen werden. Die dafür vorgesehen Großraumflugzeuge vom Typ Antonov können jeweils bis zu 100 Tonnen Ladung transportieren.

Munition wird in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt

Mit den Waffen soll der Kampf der kurdischen Peschmerga-Kämpfer gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt werden. Die Bundesregierung hatte zuvor entsprechende Unterstützung beschlossen. Die Munition wird in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt. Am Freitag fliegen zudem Bundeswehrsoldaten in den Nordirak, um den Peschmerga die Bedienung der Waffen zu zeigen. Bereits vor wenigen Wochen war in demselbem Depot die erste Lieferung militärischer Ausrüstung wie Helme, Nachtsichtgeräte und Minensonden zusammengestellt worden.

Das Militärlager Warenshof entstand in den 1930er Jahren als Nachrichtenschule für die Marine und wurde in der DDR ausgebaut. Später waren dort sowjetische Atomraketen stationiert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 18.09.2014 | 16:10 Uhr

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