Stand: 11.08.2017 14:08 Uhr

Von der Leyen: Weitere Millionen für Laage

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat bei einem Besuch die Bedeutung des Luftwaffenstützpunktes in Laage (Landkreis Rostock) betont. Der Standort sei in Zukunft wichtig, deshalb würden in den kommenden fünf Jahren 30 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Auch danach sollen weitere zweistellige Millionenbeträge nach Laage fließen, um die Gefechtsbereitschaft abzusichern, so die Ministerin.

Air Policing über dem Baltikum auch 2018

Nach Angaben von Geschwaderkommodore Gero von Fritschen sollen damit Unterkünfte und Ausbildungseinrichtungen gebaut werden. Eine wesentliche Aufgabe des in Laage stationierten Geschwaders "Steinhoff" ist die Ausbildung von Eurofighter-Piloten. Von der Leyen betonte zudem, dass das Geschwader zur Sicherung des Luftraumes über Deutschland unverzichtbar sei - aber nicht nur dort. Die Einheit in Laage werde 2018 die baltischen Staaten erneut beim sogenannten Air Policing - der Überwachung ihres Luftraumes - unterstützen. Bei dem Geschwader sind zurzeit 900 Menschen beschäftigt und 25 Eurofighter stationiert.

Rehberg: Rüstungsausgaben sollen steigen

Am Rande des Besuchs der Verteidigungsministerin bekräftigte der haushaltspolitische Sprecher der Union, Eckhardt Rehberg, die geplante Aufstockung des deutschen Wehretats. Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts würden die Rüstungsausgaben gemäß einer Nato-Vereinbarung auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung steigen, sagte Rehberg am Freitag. Derzeit sind es 1,26 Prozent. Sowohl Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) als auch Ex-Außenminister Frank-Walter Steinmeier hätten zu ihrer Zeit die Einhaltung des Zwei-Prozent-Zieles zugesagt, so Rehberg. In "diesen schwierigen Zeiten" tue Deutschland gut daran, gegebene Zusagen einzuhalten. Die SPD lehnt die Pläne ab.

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Geteiltes Echo auf von der Leyens Kritik

Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber im Nordosten. Die Kritik der Verteidigungsministerin an der Führung hat bei Soldaten und Politikern unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. (03.05.2017) mehr

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NDR 1 Radio MV | 11.08.2017 | 15:00 Uhr

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