Stand: 14.09.2017 08:29 Uhr

Vier Verletzte nach Orkantief "Sebastian"

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Die Ruhe nach dem Sturm: Im Ostseebad Warnemünde erinnert am Donnerstagmorgen nur noch das Niedrigwasser an das Sturmtief.

Der erste Herbststurm des Jahres, Orkantief "Sebastian", ist am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag über Mecklenburg-Vorpommern hinweggezogen und hat dabei weniger Schäden angerichtet, als zuvor befürchtet. Polizei und Rettungskräfte rückten überwiegend wegen umgestürtzter Bäume und abgeknickter Äste aus.

Vier Verletzte bei zwei Verkehrsunfällen

Der mit dem Sturmtief einhergehende Starkregen hat am Mittwochabend zu Verkehrsunfällen geführt. Auf der A20 bei Grimmen kam ein Auto von der Fahrbahn ab und prallte anschließend im Graben auf einen Abwasserschacht. Dabei wurden der 40-jährige Fahrer, seine 37 Jahre alte Beifahrerin und deren neunjährige Tochter verletzt. Am Auto entstand Totalschaden. Bei Rehna wurde ein Autofahrer verletzt, als ein starker Ast während der Fahrt auf den Wagen fiel.

Verzögerungen im Bahnverkehr

Umgestürzte Bäume sorgten bereits am Mittwochabend für Behinderungen im Bahnverkehr. Betroffen waren die Bahnstrecken bei Gadebusch und Grevesmühlen. Einige Züge auf der Strecke nach Rostock verspäteten sich. Inzwischen sind alle Strecken wieder frei befahrbar, vereinzelt wirken sich die Verzögerungen auch am Donnerstagmorgen auf den Pendlerverkehr aus.

Scandlines strich Fährverbindungen

Behinderungen gibt es auch im Fährverkehr. Zwischen Rostock und dem dänischen Gedser stellte die Reederei Scandlines ihre Fährfahrten ein. Zwischen Rostock und Trelleborg waren ebenfalls zwei Abfahrten am Mittwochabend gestrichen worden. Auch auf Rügen blieben einige Ausflugsschiffe und Fähren in den Häfen, so etwa zwischen Lauterbach und Baabe sowie Breege und Hiddensee. Die Verbindung Lauterbach-Baabe wird voraussichtlich bis zum Vormittag nicht fahren.

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Feuerwehren im Dauereinsatz

Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern waren vor allem am Mittwochabend und in der ersten Nachthälfte im Dauereinsatz. Zahlreiche Bäume waren umgeknickt, wie etwa in Möllenhagen und Alt Schwerin. In Warnemünde, Güstrow, Lichtenhagen und Grevesmühlen fielen Bäume auf Häuser. In Güstrow und Rostock beschädigten umgestürzte Bäume auch Autos. Bei Bastorf und Kavelstorf knickten Telefonmasten um.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.09.2017 | 08:00 Uhr

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