Stand: 01.11.2016 07:22 Uhr

Uecker-Fischsterben: Ursachenforschung läuft

In Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) werden heute die Untersuchungsergebnisse des massenhaften Fischsterbens erwartet. Tausende Fischkadaver treiben seit Sonnabend im Stadthafen. Auch am Montag wurden in der Uecker wieder tote Fische entdeckt. Angler berichten, dass es allein am Montagvormittag einige hundert Fische waren.

Die toten Fische werden vermutlich aus Richtung Pasewalk über die Uecker in den Stadthafen getrieben. Proben der toten Tiere und des Wassers wurden bereits am Wochenende genommen und in ein Labor in Rostock gebracht.

Offenbar ausschließlich tote Brassen

Vom Fischsterben betroffen sind offenbar nur Brassen, auch genannt Bleie, eine karpfenartige Fischart. Angler vermuteten, die Ursache könne ein Virus sein. Auch fehlender Sauerstoff sei eine mögliche Erklärung, so Ueckermündes Bürgermeister Gerd Walther (Linke). Die Fließgeschwindigkeit der Uecker habe wegen fehlenden Wassers stark abgenommen, auch das könne ein Grund sein.

Ursache für Fischsterben noch unklar

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Die Wasserschutzpolizei entnahm Proben und einige tote Fische.

Im Stadthafen Ueckermünde hatten Passanten bereits am Wochenende Tausende tote Fische im Wasser entdeckt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei entnahmen Beamte Wasserproben und einige tote Tiere. Die genaue Ursache wird derzeit in einem Rostocker Labor gesucht. Ein Ergebnis wird erst Dienstagnachmittag erwartet. Verantwortlich für die Entsorgung der Kadaver ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund, da es sich um eine Bundeswasserstraße handelt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 01.11.2016 | 07:00 Uhr

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