Stand: 28.03.2016 14:51 Uhr

Tourismusbranche ist mit Saisonstart zufrieden

Einer von 200.000 Gästen an Ostern in MV: Dieser Badende genoss ein kaltes Bad im Sonnenaufgang auf Hiddensee.

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist mit dem Auftakt in die Saison zufrieden. Der Landestourismusverband spricht von rund 200.000 Gästen, die an den Osterfeiertagen den Nordosten besucht haben. Der frühe Ostertermin habe dafür gesorgt, dass die Vorjahresmarke zwar erreicht, aber nicht wesentlich überschritten wurde, sagte Verbandsvize Tobias Woitendorf. Etwa zwei Drittel der Gästebetten seien im Landesdurchschnitt über Ostern belegt gewesen - ein "ordentliches" Ergebnis, so Woitendorf.

3,5 Millionen Übernachtungen im ersten Quartal

Wie auch in den vergangenen Jahren gab es Unterschiede bei der Auslastung in den Seebädern und den ländlichen Regionen. Fern der Tourismuszentren sei die Saison verhaltener gestartet, so der Tourismusverband. Von der guten Bilanz profitierten auch die Freizeiteinrichtungen, stellt der Verband fest. Zoos, Freilichtmuseen und auch die Fahrgastschifffahrt seien gleichermaßen gut besucht worden. Auch für das gesamte erste Quartal zeichnet sich ein positives Ergebnis ab. Die Touristiker rechnen mit etwa 3,5 Millionen Übernachtungen.

Urlauber sollen länger bleiben

Für die Tourismusbranche im Land ist Ostern eine der ertragreichsten Zeiten der Vorsaison. Allerdings buchen die Gäste meist nur Kurzaufenthalte von bis zu vier Tagen. Hier wollen die Touristiker ansetzen und die Urlauber dazu bringen, länger zu bleiben. Unter anderem sollen Familien- und seniorenfreundliche Angebote dazu beitragen, die Übernachtungszahlen außerhalb der Hauptsaison zu steigern.

Angebote sollen attraktiver werden

Auch die touristische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern wird weiter ausgebaut. So ist Ende des Jahres Baustart für das Polarium im Rostocker Zoo. In Bansin auf Usedom soll ein neues Hotel eröffnet werden. Und das Ostseebad Binz auf Rügen will seine Strand-Promenade verlängern und damit eine barrierefreie Verbindung zwischen Prora und Binz herstellen.

Rückreiseverkehr: An einigen Stellen könnte es eng werden

Am Montagvormittag setzte der Rückreiseverkehr ein. Laut Experten könnte es beispielsweise an der A 19 zwischen Röbel und Malchow eng werden, weil dort pro Richtung jeweils nur eine Spur an einer Brückenbaustelle vorbeiführt. Auch auf dem Rügenzubringer zwischen Milzow und der A 20 wird der Verkehr ebenfalls einspurig an einer Baustelle vorbeigeleitet. Viel Geduld müssen die Rückreisenden von der Insel Usedom mitbringen. Bei Anklam mussten die Autofahrer schon in den vergangenen Tagen an einer Baustelle auf der B 109 länger warten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 28.03.2016 | 15:00 Uhr