Stand: 04.10.2017 13:26 Uhr

Telenotarzt: Erste Hilfe im ländlichen Raum

Zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum ist der erste Telenotarztdienst im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Betrieb gegangen. Der dünn besiedelte Landkreis will mit diesem System in Zukunft wichtige Minuten bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken und so Leben retten.

Telemedizinsystem.

Telenotarztsystem in Betrieb genommen

Nordmagazin -

Notarztmangel und weite Wege stellen Notfallteams auf dem Land immer wieder vor große Herausforderungen. Ein Telenotarztsystem soll die medizinische Versorgung jetzt sicherstellen.

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Pilotprojekt in Vorpommern-Greifswald

Das Pilotprojekt startet mit insgesamt sechs Rettungsfahrzeugen, die mit modernster Technik ausgerüstet sind und eine Untersuchung per Funk- und Videoübertragung ermöglichen. Das Modell sieht vor, dass der Telenotarzt in der Rettungsstelle mit den Rettungskräften am Unfallort kommuniziert. Zeitgleich werden nach Angaben eines Sprechers des Landkreises wichtige Daten wie Blutdruck, Sauerstoffsättigung des Patienten oder Herztöne übermittelt. Mit diesem System sollen lebensrettende, therapeutische Maßnahmen und Entscheidungen schon vor Eintreffen des Notarztes getroffen werden können.

Vier-Säulen-Modell für den ländlichen Raum

Das Telenotarztsystem ist eine Säule des bundesweiten einmaligen Projekts "Land-Rettung", das derzeit von der Universitätsmedizin Greifswald und dem Landkreis erprobt wird. Gefördert wird das Vier-Säulen-Modell mit insgesamt 5,4 Millionen Euro vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Den Großteil der Kosten trägt der Innovationsfonds der Krankenkassen, das Land beteiligt sich ebenfalls mit rund 35.000 Euro. Zu den anderen Säulen des Projekts gehört unter anderem eine Smartphone-App, mit der medizinisch vorgebildetes Personal wie Feuerwehrleute, Ärzte oder Krankenschwestern, die sich zufällig in der Nähe befinden, alarmiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 04.10.2017 | 12:00 Uhr

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