Stand: 22.01.2016 15:49 Uhr

Studentenheim in Greifswald droht Schließung

Das Studentenwerk in Greifswald muss offenbar im September ein Wohnheim schließen. Das Gebäude in der Makarenkostraße ist wegen mehrerer Rohrbrüche, einem undichten Dach und Ungeziefer stark sanierungsbedürftig.

Greifswalder Studentenwohanlage steht auf der Kippe

Greifswalder Studenten bangen um Unterkunft

Nordmagazin -

180 Greifswalder Studenten in der Makarenkostraße bangen um ihre Herberge. Ihr Wohnheim ist so marode, dass es geschlossen werden muss. Sie hoffen auf einen Zuschuss vom Land.

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180 Studenten droht Kündigung

Das Land hatte zwar bereits vor mehr als einem Jahr Hilfe zugesichert. Passiert ist bislang aber nichts. Wenn die rund sechs Millionen Euro für die Sanierung nicht kommen, müsse das Studentenwerk den rund 180 Studenten in dem Wohnheim kündigen, so eine Sprecherin. Doch preiswerten Wohnraum gebe es in Greifswald kaum. Das Wirtschaftsministerium bietet derzeit eine Kreditvergabe oder Städtebaufördermittel an. Aus Sicht des Studentenwerks entfallen diese Möglichkeiten jedoch, da sich durch ein Darlehen die Mieten verdoppeln würden. Eine Beteiligung der Stadt scheitere am kommunalen Eigenanteil.

Kritik: Land hortet Bundesmittel

Nicht nur Studenten sind auf günstige Mieten angewiesen. Für die Schaffung von sozialem Wohnraum bekommt das Land deshalb vom Bund pro Jahr Zuschüsse in Millionenhöhe. Doch das Geld werde zurückgelegt und nicht ausgegeben, kritisiert die Landtagsabgeordnete Regine Lück (Die Linke). Mittlerweile habe das Land knapp 60 Millionen Euro angespart - Geld, mit dem den Studentenwerken geholfen werden könnte, so Lück.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 22.01.2016 | 14:00 Uhr