Stand: 03.02.2016 07:47 Uhr

Schwerin will Busse aus dem Umland nicht

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Die Nordwestmecklenburger sollen am Stadtrand auf Schweriner Busse umsteigen. (Symbolbild)

Die Nahverkehrskonzepte von Nordwestmecklenburg und Schwerin vertragen sich nicht: Die Stadt Schwerin hat gegen den seit Januar gültigen Fahrplan des Kreises Nordwestmecklenburg bei der zuständigen Behörde Widerspruch eingelegt.

Schweriner Konzept sieht Beruhigung vor

Die Landeshauptstadt wehrt sich dagegen, dass die Busse aus dem Umland über die Landkreisgrenze bis hin zum Schweriner Hauptbahnhof fahren. Denn der Platz vor dem Hauptbahnhof und damit die Innenstadt sollen laut Schweriner Nahverkehrsplan entlastet werden.

Umstieg würde Nahverkehr unattraktiv machen

Deswegen sollen die Nordwestmecklenburger nun an der Stadtgrenze im Stadtteil Lankow umsteigen. Von dort würden sie dann Busse und Bahnen der Landeshauptstadt nutzen müssen, um in die Innenstadt zu kommen. Damit werde das neue Nahverkehrskonzept unattraktiv, kritisierte Nordwestmecklenburgs Stabsstellenleiter für Wirtschaft, Roland Finke. Er kündigte eine gemeinsame Verkehrszählung an, auf deren Grundlage neu verhandelt werden soll.

Konzept in Nordwestmecklenburg umstritten

Für den Nahverkehr in Nordwestmecklenburg bedeutet das neuen Ärger in einer langen Reihe von Kritik: Eigentlich soll das seit Anfang des Jahres geltende Konzept Busfahren mit einem verbesserten Streckennetz wieder attraktiver machen. Einwohner kritisierten allerdings, dass beispielsweise Anrufbusse nicht in allen Gemeinden angefordert werden können. Auch die Höhe des Schülermonatstickets wurde kritisiert. 75 Euro seien für viele Familien einfach zu viel. Außerdem harmoniserte der Schülerverkehr zunächst nicht mit den Schulzeiten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.02.2016 | 06:30 Uhr