Stand: 12.10.2017 16:48 Uhr

Sätze für Tagesmütter müssen neu berechnet werden

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Tagesmütter und -väter beklagen weiterhin geringere Verdienste als Krippen-Erzieherinnen. (Symbolbild)

Die Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern in Schwerin und Rostock muss von den Kommunen neu berechnet werden. Wie das Verwaltungsgericht Schwerin am Donnerstag urteilte, müssen Sachkosten und Förderleistungen angemessen erstattet werden. Geklagt hatten zwei Tagesmütter aus Schwerin und ein Tagesvater aus Rostock.

Urteile sind noch nicht rechtskräftig

Laut Sozialgesetzbuch ist die Förderung von Kindern in Tagespflege und Kita gleichgestellt, dennoch werden viele der rund 1.200 Tagesmütter- und väter in ihren Kommunen deutlich schlechter bezahlt als Krippenerzieher, hieß es vom Landesverbandes für Kindertagespflege im Vorwege der Klage. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Über eine Berufung müsste das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern entscheiden.

Weiterer Streitpunkt: Übernahme von Sachkosten

Verhandelt wurde auch, in welcher Höhe die Jugendämter Sachkosten wie Miete, Strom, Spielmaterial oder Hygieneartikel anerkennen und erstatten müssen. Außerdem klagten die Tageseltern dagegen, dass sie die Elternbeiträge für ihre Tagespflegeplätze von den Familien der Kinder selbst erheben müssen. Damit scheiterten sie aber. In allen anderen Bundesländern würden das die Jugendämter übernehmen und die Gelder dann weiterleiten.

In Mecklenburg-Vorpommern betreuten im vergangenen Jahr laut dem Kindertagespflege-Informationszentrum MV rund 1.250 Kindertagespflegemütter und -väter knapp 5.000 Kinder.

Weitere Informationen

Tagesmütter in MV fordern mehr Anerkennung

In Mecklenburg-Vorpommern betreuen gut 1.200 Tagespflegepersonen rund 5.000 Kinder. Trotz formaler Gleichbehandlung würden sie schlechter bezahlt als Erzieherinnen, kritisiert die Berufsvertretung. (19.04.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.10.2017 | 16:30 Uhr

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