Stand: 11.01.2016 11:22 Uhr

Korvette zum Anti-Schleuser-Einsatz vor Libyen

Die Korvette "Ludwigshafen am Rhein" hat am Montagvormittag ihren Heimathafen Warnemünde in Richtung Mittelmeer verlassen. Gut 50 Angehörige verabschiedeten das Schiff. Der Auftrag für die mehr als 60 Soldaten an Bord lautet: Bekämpfung der Schleuserkriminalität und Rettung von Flüchtlingen. "Die Ludwigshafen am Rhein" wird sich bis Ende April vor der libyschen Küste an der EU-Mission "Eunavfor Med" beteiligen, die auch "Operation Sophia" genannt wird. Dabei soll sie das Seegebiet vor Libyen überwachen. Diese Aufklärung soll dazu beitragen, die Aktivitäten von Schleusern einzuschränken, hieß es.

Die Schiffe der Deutschen Marine

Notfalls auch militärische Gewalt gegen Schlepper

Die Schiffe des Verbands dürfen in internationalen Gewässern Boote stoppen und durchsuchen, wenn der Verdacht besteht, dass diese von Schleusern genutzt werden. Sie sind dabei auch befugt, militärische Gewalt einzusetzen. Daneben bleibe die Aufgabe bestehen, Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Die "Ludwigshafen am Rhein" wird das Minenjagdboot "Weilheim" ersetzen. Es ist die erste Korvette, die an dieser Operation teilnimmt.

Kommandant: Neue Herausforderungen

Der Einsatz stelle die Mannschaft vor neue Herausforderungen, sagte Kommandant Marco Köster. Zur Unterstützung der Besatzung würden während des dreimonatigen Einsatzes zusätzlich Feldjäger, Sicherungskräfte und Ärzte eingeschifft. Die "Ludwigshafen am Rhein" ist eine Einheit des 1. Korvettengeschwaders mit Sitz in Rostock. Dazu zählen außerdem die "Braunschweig", "Magdeburg", "Erfurt" und die "Oldenburg". Die Schiffe verfügen normalerweise über eine Besatzung von 58 Soldaten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.12.2015 | 08:00 Uhr