Stand: 19.02.2016 20:05 Uhr

Ostrenten-Angleichung = Minusgeschäft?

26 Jahre nach der Wiedervereinigung bekommen Rentner in der ehemaligen DDR immer noch weniger Geld als Westrentner. Denn der sogenannte Rentenwert ist im Osten niedriger als im Westen. Die meisten Menschen empfinden das als unfair. Im Moment wird eine Teilangleichung für 2017 diskutiert. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat angekündigt, noch im Sommer einen Gesetzentwurf vorzulegen, um die Renten zügig anzugleichen.

Aber nicht alle sind der Meinung, dass die Renten zeitnah angehoben werden sollten. Denn das brigt für viele Menschen Nachteile. Schuld sind die im Osten vergleichsweise nach wie vor niedrigeren Löhne und Gehälter.

Grafik Rentenberechung Ost

Rentenangleichung: Profitieren alle?

Nordmagazin -

Ostrentner bekommen immer noch weniger Geld als Westrentner. Es soll ein einheitliches Rentensystem geben, doch nicht alle profitieren.

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Sellering will von Angleichung nicht abrücken

Ministerpräsident Erwin Sellering hat die CDU/CSU Bundestagsfraktion aufgefordert, an der vereinbarten Angleichung der Ost-Renten festzuhalten. Sellering reagiert damit auf einen Medienbericht, nach dem die Fraktion von der vereinbarten Angleichung bis Ende 2019 abrücken will. Wenn 2019 der Solidarpakt auslaufe, müssten auch die Renten angeglichen werden, findet Sellering. So sei es mit der Bundesregierung 2013 vereinbart worden.

Sellering hatte damals an den Verhandlungen zum Rentenkompromiss teilgenommen und verweist auf den MV-Monitor: Die Umfrage habe ergeben, dass die große Mehrzahl der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Rentenangleichung für wichtig erachte. Unterschiedliche Altersbezüge würden auch von Jüngeren als große Ungerechtigkeit empfunden, so Sellering weiter. Er fordert daher, die Angleichung endlich gesetzlich festzuschreiben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.02.2016 | 19:30 Uhr