Stand: 10.12.2015 13:31 Uhr

Meeresmuseum steuert Besucher-Plus an

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund steuert nach Jahren des Rückgangs wieder auf ein Besucher-Plus zu. Bis Ende November 2015 kamen knapp 820.000 Gäste - das waren 39.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Als Ursache nannte der Museumsdirektor Harald Benke das wechselhafte Sommerwetter, verstärkte Werbung und die Festlegung auf ein Jahresthema. Der Schwerpunkt "Expedition Tiefsee" habe dazu beigetragen, dass der Anteil der Wiederholungsbesucher im Ozeaneum gestiegen sei. "Die Entwicklung gibt uns wieder Luft zum Atmen, bestätigt aber auch unsere langjährigen Prognosen", sagte Benke.

Rundgang durch das Ozeaneum

Eintrittspreise werden um rund einen Euro erhöht

Trotz der wieder gestiegenen Zuschauerresonanz plant das Museum, den Eintrittspreis 2016 um durchschnittlich einen Euro zu erhöhen. Dies sei erforderlich für notwendige Investitionen. Denn für den Betrieb des Ozeaneums erhalte das Museum keine Zuschüsse, sondern muss den Betrieb aus den Einnahmen erwirtschaften, wie Benke weiter sagte.

Publikumsmagnet Ozeaneum

Nach der Eröffnung 2008 waren die Besucherzahlen zunächst explodiert, ehe sich ein Rückgang vollzog. Ins Ozeaneum kamen mit 522.000 Besuchern bis Ende November rund 23.000 mehr als im Vorjahr. Das Stammhaus im Katharinenkloster zählte 190.000 Besucher (+14.000), ins Nautineum kamen 7.100 (- 2.000) und ins Natureum 99.000 Gäste (+ 4.000). Damit rangiert das Museum unter den Top 5 in Deutschland.

Ur-Tintenfische und Kalmare in neuer Ausstellung

Im kommenden Jahr will sich das Meeresmuseum dem Thema "Kraken & Konsorten" widmen. Dazu sollen Fossilien von Ur-Tintenfischen und Ammoniten sowie Modelle von bis zu zweieinhalb Meter großen Humboldtkalmaren gezeigt werden. In der Ausstellung soll auch ein echter pazifischer Octopus zu sehen sein, der vor Alaska gefangen werden soll. Das kommende Jahr steht außerdem im Zeichen der Vorbereitung für den auf 30 Millionen Euro veranschlagten Umbau des Stammhauses im Katharinenkloster. Bund und Land wollen das Vorhaben mit je 15 Millionen Euro finanzieren.

Neues spektakuläres Aquarium?

Nun sollen die konkreten Planungsunterlagen erarbeitet werden. Benke sprach von einem "neuen spektakulären Aquarium". Analog zur virtuellen Reise durch die Kaltwassermeere im Ozeaneum soll der Besucher im Stammhaus auf die Reise durch die Warmwassermeere entlang des Äquators gehen. Mit einem Baubeginn rechnet das Museum frühestens 2018.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.12.2015 | 11:00 Uhr