Stand: 13.10.2017 14:01 Uhr

MV verliert wieder Einwohner

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Erstmals seit Jahren verliert MV wieder Einwohner, vor allem junge Leute wandern ab (Symbolbild).

Es waren eigentlich gute Nachrichten: Ende 2015 stieg die Einwohnerzahl im Nordosten wieder über die 1,6 Millionen Marke und seit 2011 kamen stets mehr Menschen ins Land als abwanderten. Ein jahrelanger Trend nach unten schien gestoppt. Doch jetzt deuten Zahlen des Statistischen Landesamtes etwas anderes an: Mecklenburg-Vorpommern verliert wieder Einwohner. Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Abwanderer 2016 größer als die Zahl der Menschen, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Abwanderung nicht dramatisch, aber doch deutlich

Zwischen April und Juni 2016 kamen 10.100 Menschen neu ins Land, gleichzeitig aber kehrten 11.000 Menschen Mecklenburg-Vorpommern den Rücken und zogen in andere Bundesländer - vor allem nach Nordrhein-Westfalen - dorthin, wo schon jetzt die meisten Menschen leben. Unter dem Strich macht das für den Nordosten ein Minus von knapp 1.000 Einwohnern. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann wird Mecklenburg-Vorpommern wieder zum Abwanderungsland. Für die rot-schwarze Landesregierung würde das einen Dämpfer bedeuteten, die wertete das Wanderungsplus der vergangenen Jahre als Zeichen für die Attraktivität des Landes.

Vor allem junge Menschen verlassen den Nordosten

Vor allem die Jungen gehen, in der Gruppe der 20- bis 35-Jährigen gab es mehr Abwanderung als Zuzug. Für die Älteren ab 50 ist der Nordosten dagegen ein beliebtes Ziel, hier gibt es einen Wanderungsüberschuss. Die Statitsik führt auch die Gruppe der Ausländer - also vor allem Flüchtlinge und Asylbewerber. Da sind Anfang 2016 rund 8.400 Menschen neu ins Land gekommen. Viele hält es aber nicht - 9.600 zogen wieder fort. Bei den Einheimischen bleibt die Bilanz leicht positiv, der Wanderungsgewinn bei Deutschen betrug gut 400.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.10.2017 | 12:00 Uhr

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