Stand: 03.01.2017 12:49 Uhr

MV-Wirtschaft blickt positiv in Zukunft

von Maike Gross, NDR 1 Radio MV
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Rund 1,5 Prozent Wachstum in 2017: Wirtschaftsminister Glawe hofft auf eine positive Entwicklung in MV.

Die Stimmung in der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt 2017 verhalten optimistisch. Davon geht die Vereinigung der Unternehmensverbände (VUMV) nach einer Umfrage unter den Mitgliedern aus. Vor allem der Konsum und die gestiegenen Löhne hätten die Konjunktur auch hier im Land gestützt. Besonders die Ernährungswirtschaft und der Tourismus hätten von der guten Binnenkonjunktur profitiert.

Mehrheit erwartet höhere Umsätze in 2017

Für das kommende Jahr rechnet die Wirtschaft wie auch Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) mit einem Wachstum von rund 1,5 Prozent. Die Umsatz- und Geschäftserwartungen vieler Unternehmen sind laut Umfrage gestiegen: 39 Prozent der Befragten erwarten höhere Umsätze als im vergangenen Jahr, nur 19 Prozent rechnen mit schrumpfenden Geschäften - laut VUMV ist das ein Rekordtief.

Stärker investieren - Fachkräfte suchen

Auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmer sei gestiegen, 30 Prozent wollen mehr investieren als im vergangenen Jahr. Vor allem in die digitale Infrastruktur soll Geld fließen. Sorge bereitet der Wirtschaft allerdings der zunehmende Fachkräftemangel. "Es werde immer schwieriger, geeignete Fachleute und auch Auszubildende zu finden", sagte Thomas Lambusch, VUMV-Präsident Mecklenburg-Vorpommern. Lambusch fordert eine durchgängige Qualifizierungs- und Integrationsoffensive. Die Wirtschaft sei bereit, jedem, der wolle und könne - unabhängig von seiner Herkunft - erfolgreiche Wege in Ausbildung und Beschäftigung zu ermöglichen, so Lambusch. Allerdings müssten dazu mit der Politik klare Konzepte erarbeitet werden.

VUMV für mehr Flexibilität bei Arbeitsverträgen

Lambusch forderte zugleich, weniger Bürokratisierung und keine neuen Gesetze wie etwa das zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. Stattdessen müsste es möglich sein, mehr auf Zeitverträge, Werksarbeit, befristete Beschäftigung und Minijobs zu setzen. Denn nur so könnten laut Lambusch Pflege und Elternzeiten von Mitarbeitern und der Wunsch nach selbstbestimmten Arbeitszeiten ausgeglichen werden. "Das sind die zwei Seiten einer Medaille", so Lambusch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.01.2017 | 13:00 Uhr

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