Stand: 30.08.2017 08:56 Uhr

Küstenschutz: Zwei Deiche für Usedoms Norden

Bild vergrößern
Luftbild vom Flugplatz Peenemünde auf der Insel Usedom.

In Karlshagen hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Dienstagabend neue Pläne zum Hochwasserschutz für den Norden der Insel Usedom vorgestellt. Mit den überarbeiteten Plänen zum Hochwasserschutz kommt das Land den Forderungen einer Bürgerinitiative entgegen. Diese hatte sich vor allem nach der Sturmflut im Januar dieses Jahres kritisch zu den bisherigen Plänen des Landes geäußert, nur einen Deich zwischen Peenemünde und der Ostsee zu bauen.

Zwei Deiche geplant

Nun plant das Land zwei neue Deiche in den kommenden Jahren. Zum Einen wird ein Deich um Peenemünde herum gebaut, um den Ort zu schützen. Dieser wird an eine Hochwasserschutzwand angeschlossen. Mit dem Bau der Wand soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Ein zweiter, sogenannter Riegeldeich wird den bereits bestehenden Peenestromdeich mit dem Dünengelände auf der Ostseite von Karlshagen verbinden. Der bislang geplante Kompensationsflächenpool Cämmerer See wurde demnach gestrichen.

Kosten werden auf neun Millionen Euro geschätzt

Damit soll nicht nur Karlshagen vor den Fluten geschützt werden, sondern auch südlicher liegende Gemeinden. Ziel ist es, 2021 mit dem Bau der Deiche zu beginnen. Die Kosten werden auf gut neun Millionen Euro geschätzt. Von der Sturmflut Anfang des Jahres war Usedom besonders stark getroffen worden. Allein in Zempin wurden von den Fluten bis zu 15 Meter Küste weggerissen.

Weitere Informationen

Sturmflut: Erste Gemeinden erhalten Geld aus Fonds

Drei Monate nach der schweren Sturmflut wird das erste Geld aus dem Hilfsfonds der Landesregierung ausgezahlt. Die Beseitigung aller Schäden bis Ostern klappt wohl nicht überall. (05.04.2017) mehr

Sturmflut: Vier Abschnitte besonders betroffen

Nach der schweren Sturmflut laufen die Aufräumarbeiten an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns auf Hochtouren. Vier Abschnitte hat das Hochwasser besonders stark getroffen. (10.01.2017) mehr

Usedom-Gemeinden fordern Strandaufspülungen

Das Ostsee-Hochwasser im Oktober hat insbesondere in Zempin und Koserow die Schutzdünen angegriffen. Die Gemeinden hoffen auf baldige Strandaufspülungen. Es müsse dringend etwas geschehen. (29.12.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 30.08.2017 | 07:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:29

Hand in Hand: Aktion Basketball

14.12.2017 19:30 Uhr
NDR Fernsehen
00:28

Frohe Bescherung in Lichtenhagen

14.12.2017 19:30 Uhr
NDR Fernsehen
02:19