Stand: 14.02.2015 14:41 Uhr

Kliniken bieten Dopingopfern Hilfe an

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Neben den Schweriner Helios Kliniken arbeitet auch die Uni-Klinik Greifswald mit der Dopingopferhilfe zusammen.

Zwei Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern wollen künftig die Behandlung von DDR-Dopingopfern unterstützen. Das gemeinsame Projekt der Krankenhäusern und des Dopingopferhilfevereins ist in dieser Form einmalig in Deutschland. Nach Schätzungen des Vereins wurden in der DDR bis zu 15.000 Sportler gedopt - die meisten von ihnen ohne ihr Wissen. Viele der ehemaligen Spitzen-Athleten leiden bis heute unter gesundheitlichen Folgen des Medikamentenmissbrauchs.

Gutachten sollen Doping als Ursache belegen

Das Universitätsklinikum Greifswald und die Helios-Kliniken in Schwerin bieten den Betroffenen jetzt Hilfe an. Dabei geht es nicht allein um die Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, Skelettverformungen oder Leberschäden. Vor allem sollen spezielle Gutachten belegen, dass die Ursachen der Leiden vielfach im Zwangs-Doping durch DDR-Funktionäre liegen. Gerade bei drohender Berufsunfähigkeit sei ein solcher Nachweis für eine Kostenübernahme durch Kranken- und Sozialversicherung von erheblicher Bedeutung, so ein Sprecher der Dopingopferhilfe. In Deutschland gelten heute rund 2.000 ehemalige DDR-Sportler als schwerbehindert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.02.2015 | 13:00 Uhr

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Der Sportclub Neubrandenburg - ein Verein mit Tradition. Einer, der sich seiner Spitzenathleten rühmt. Der sich seiner eigenen Geschichte jedoch bislang verweigert. mehr