Stand: 17.01.2016 11:42 Uhr

Inventur der Wasservögel im Nordosten

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Vogelkundler nehmen derzeit verstärkt Wasservögel in den Blick.

Die Naturschutzgebiete und Nationalparks im Land zählen derzeit die im Winter ansässigen Wasservögel. Die Aktion wird jährlich Mitte Januar in ganz Europa vorgenommen. Dabei wird auf die Anzahl, die Verbreitung und Besonderheiten geachtet. Im Winter befinden sich die Zugvögel aus Skandinavien und Sibirien in ihren Überwinterungsgebieten an der südlichen Ostseeküste.

200 Zählstellen im Nordosten

In Mecklenburg-Vorpommern werden in über 200 Zählgebieten die Bestände erfasst. Die Daten werden anschließend im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow ausgewertet. So können die Populationen kontrolliert und spezielle Anfluggebiete näher untersucht werden.

Viele Schwäne und Gänse gesichtet, weniger Enten

Bei den bisherigen Zählungen wurden besonders Höcker- und Singschwäne sowie Wildgänse gesichtet. Die Anzahl der Entenarten ist im Vergleich zu den Vorjahren zurückgegangen. Grund dafür seien in diesem Jahr die weitläufig vereisten Wasserflächen an den Küsten, sagte ein Sprecher des Biosphärenreservats Südost-Rügen. Damit sei die Nahrungsgrundlage vieler Entenarten nicht mehr gewährleistet. Sie rasten in milderen Gebieten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.01.2016 | 12:00 Uhr