Stand: 14.01.2016 15:09 Uhr

Gewaltsamer Tod einer Frau - Prozess in Rostock

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Statt zu helfen, hatte der Angeklagte den Tatort verlassen.

Ein 28-jähriger Mann steht seit Donnerstag wegen Totschlags vor dem Rostocker Landgericht. Er soll für den gewaltsamen Tod einer 27 Jahre alten Polin in einer Wohnung im Rostocker Stadtteil Lütten Klein verantwortlich sein. Der Angeklagte hat bislang die Aussage verweigert. Drei weitere Verhandlungstermine sind anberaumt.

Schwer verletzte Frau liegen gelassen

Bei einem Streit Anfang Juli vergangenen Jahres soll der Angeklagte die Frau so heftig gestoßen haben, dass sie stürzte und stark blutende Verletzungen am Hinterkopf erlitt. Der 28-Jährige habe nach gut 20 Minuten die Wohnung verlassen. Er soll die schweren Verletzungen seiner Freundin erkannt haben, sie jedoch ohne weitere Hilfeleistung am Boden liegen gelassen haben. Die Frau erlitt einen Schädelbruch und starb noch am Tatort an den Folgen starker Hirnblutungen.

Tödliche Verletzungen in Kauf genommen?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die tödlichen Verletzungen billigend in Kauf genommen zu haben. Der Mann und die Frau waren offenbar betrunken, als sich die Tat ereignete. Der Angeklagte war zwei Tage später festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.01.2016 | 10:00 Uhr