Stand: 11.09.2017 17:50 Uhr

GEW kritisiert Zuweisung von Lehrerstellen

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GEW-Landeschefin Annett Lindner kritisiert: Es fehlt an manchen Schulen an Fachlehrern und Lehrerstunden. (Archivbild)

Eine Woche nach Start des Schuljahres in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Verfahren des Landes zur Unterrichtsversorgung. Viele Schulen würden nicht die nötigen Lehrerstunden zugewiesen bekommen, um den Unterricht abzusichern, so der Vorwurf.

GEW: Fachlehrer fehlen, zu wenige Lehrerstunden

Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) hatte vor einer Woche von einem geräuschlosen Schulstart gesprochen. Der Unterricht sei gesichert, weil das Land gut 400 Lehrkräfte neu eingestellt habe. Die Praxis sehe anders aus, so GEW-Landeschefin Annett Lindner. Schulen berichteten über fehlende Fachlehrer und zu wenige Lehrerstunden. Die Gründe dafür sieht die GEW in dem Verfahren, Schulen ein Stundenbudget zuzuweisen, das mit den Schülerzahlen vergangener Jahre errechnet wird.

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Ministerium: Einige Besetzungsverfahren laufen noch

An vielen Schulen sei der Bedarf aktuell höher, so Lindner. Nach Angaben des Bildungsministeriums sind vereinzelt Stunden noch nicht besetzt, das betreffe weniger als ein Prozent der Lehrer-Stellen. Für einige Personalstellen liefen noch die Besetzungsverfahren. Außerdem könnten Lehrer, die dieses Jahr über Bedarf eingestellt wurden, auch als Vertretungslehrkräfte arbeiten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.09.2017 | 17:30 Uhr

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